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Sprüche über Bescheidenheit

414 Sprüche — Seite 20

Nicht im Anspruch, sondern im rechten Maß zeigt sich oft wahre Größe. Bescheidenheit bewahrt davor, das Eigene zu überschätzen, und öffnet zugleich den Blick für das, was ohne Prunk und Lärm wertvoll ist. Darum wirkt dieses Thema still, besitzt aber eine tiefe moralische Kraft.

Ihr Reiz liegt darin, dass sie weder sich selbst verleugnet noch nach Bewunderung greift. Die Sprüche zu diesem Thema schildern Bescheidenheit als Haltung der Klarheit und inneren Ordnung, in der Würde nicht aus Überhebung, sondern aus Maß entsteht.

  1. Unbeglückt ist noch nicht unglücklich. Dass du entbehren musst, das macht dich stark und gibt dir Selbstvertrauen.

    Paul Olaf Bodding

  2. Ich freue mich an dem Luxus, mich nur um wenige Dinge sorgen zu müssen.

    James Hudson Taylor

  3. Balance der Partnerschaft: vom anderen nicht mehr verlangen als von sich selbst.

    Henriette Wilhelmine Hanke

  4. Die Gebirge sind stumme Meister und schaffen schweigsame Schüler

    Johann Wolfgang von Goethe

  5. Wir wären elend, wenn nicht aus Kleinigkeiten unsere Glückseligkeit zusammengesetzt wär!

    Friedrich von Schlegel

  6. Wenn wir uns auf uns selbst besinnen, stellen wir fest, dass wir genau das besitzen, was wir uns wünschen

    Simone Weil

  7. Man muss nicht leisten wollen, was über seine Kräfte geht. Einem bescheidenen Wollen, das mit dem Können gleichen Schritt hält, wird ein kleiner aber sicherer Erfolg nicht fehlen.

    Wilhelmine von Hillern

  8. Wahre Liebe ist genügsam – sie bescheidet sich mit wenigem, denn ihr ist auch das wenige – viel!

    Wilhelmine von Hillern

  9. Moral ist Maß – wo sie fehlt, da erschöpfen sich alle Kräfte in Maßlosigkeit, denn das Maß ist das Erhaltende in der Natur wie im Leben.

    Wilhelmine von Hillern

  10. Wer die Kraft in sich fühlt, sich einen ehrenvollen Platz selbst zu erringen, der wird zu stolz sein, von einem Vorrecht Gebrauch zu machen; kann er dies nicht, dann soll er verzichten und nicht mehr …

    Wilhelmine von Hillern

  11. Dass uns eine Sache fehlt, sollte uns nicht davon abhalten, alles andere zu genießen.

    Jane Austen

  12. Die Selbstbeschränkung ist die Frucht der Selbsterkenntnis, die Form von deines Wesens vertrauterem Verständnis.

    Friedrich Julius Hammer

  13. Seltenheit verleiht der Freude Würze.

    Juvenal

  14. Das Schwierigste ist es, weniger zu nehmen, wenn man mehr bekommen kann

    Kin Hubbard

  15. Wohl dem, dem der Himmel ein Stück Brot beschert, wofür er keinem andern als dem Himmel selbst zu danken braucht.

    Miguel de Cervantes Saavedra

  16. Ruhevoll werden und begehrungslos, die Welt verstehen und über ihre Schwächen lächeln, das ist dein Glück, alte Seele!

    August Pauly

  17. Es ist eine traurige Stärke des Alters, dass es auf alles verzichten kann.

    August Pauly

  18. Das Leben mäßigt uns immer, mäßigt uns so lange, bis wir als stille Leute mit idealen Leichengesichtern bedürfnislos in unseren Särgen liegen.

    August Pauly

  19. Auch unsere Wünsche sterben, wenn sie alt werden.

    August Pauly

  20. Es ist eitel zu behaupten, der Mensch solle sich mit Ruhe und Geborgenheit zufriedengeben. Der Tatendrang wird immer wieder durchbrechen, sei es auch nur in der Phantasie.

    Charlotte Bronté