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Sprüche über Bescheidenheit

423 Sprüche — Seite 21

Nicht im Anspruch, sondern im rechten Maß zeigt sich oft wahre Größe. Bescheidenheit bewahrt davor, das Eigene zu überschätzen, und öffnet zugleich den Blick für das, was ohne Prunk und Lärm wertvoll ist. Darum wirkt dieses Thema still, besitzt aber eine tiefe moralische Kraft.

Ihr Reiz liegt darin, dass sie weder sich selbst verleugnet noch nach Bewunderung greift. Die Sprüche zu diesem Thema schildern Bescheidenheit als Haltung der Klarheit und inneren Ordnung, in der Würde nicht aus Überhebung, sondern aus Maß entsteht.

  1. Die Selbstbeschränkung ist die Frucht der Selbsterkenntnis, die Form von deines Wesens vertrauterem Verständnis.

    Friedrich Julius Hammer

  2. Seltenheit verleiht der Freude Würze.

    Juvenal

  3. Das Schwierigste ist es, weniger zu nehmen, wenn man mehr bekommen kann

    Kin Hubbard

  4. Wohl dem, dem der Himmel ein Stück Brot beschert, wofür er keinem andern als dem Himmel selbst zu danken braucht.

    Miguel de Cervantes Saavedra

  5. Ruhevoll werden und begehrungslos, die Welt verstehen und über ihre Schwächen lächeln, das ist dein Glück, alte Seele!

    August Pauly

  6. Es ist eine traurige Stärke des Alters, dass es auf alles verzichten kann.

    August Pauly

  7. Das Leben mäßigt uns immer, mäßigt uns so lange, bis wir als stille Leute mit idealen Leichengesichtern bedürfnislos in unseren Särgen liegen.

    August Pauly

  8. Auch unsere Wünsche sterben, wenn sie alt werden.

    August Pauly

  9. Es ist eitel zu behaupten, der Mensch solle sich mit Ruhe und Geborgenheit zufriedengeben. Der Tatendrang wird immer wieder durchbrechen, sei es auch nur in der Phantasie.

    Charlotte Bronté

  10. Wenn man Brot und Wasser hat, dann darf man sogar mit Zeus an Glückseligkeit wetteifern.

    Epikur

  11. Alle Kunst wächst aus Entsagung.

    Theresa Keiter

  12. Männer mit großem reichen Innern können nie anders als äußerst einfach, ohne Kunst und Prunk auftreten, weil sie genau ihren und des nächsten Wert erkennen.

    Heinrich Martin

  13. Weisheit liegt oftmals näher, wenn wir uns zu Etwas herablassen, als wenn wir uns über Etwas erheben

    William Wordsworth

  14. In Einfachheit leben und mit Größe denken.

    William Wordsworth

  15. Für beides danken, für das, was wir haben,und für das, was wir nicht brauchen.

    Christian Geyer

  16. Keine Macht auf Erden kann den Einfluss eines wertvollen, reinen, einfachen und nützlichen Lebens wettmachen.

    Booker T. Washington

  17. Im Leben muss man den Sorgen, Enttäuschungen und Kümmernissen ihren Anteil lassen und bescheiden genießen, was übrigbleibt.

    Marie de Vichy-Chamrond (M. du Deffand)

  18. Dem Elend wolle nie mit Spötterworten nahen. Wer glaubte wohl sein Glück von ewigem Bestand?

    August Lafontaine

  19. Junger Mann, das Geheimnis meines Erfolges ist, dass ich in jungen Jahren erkannte, dass ich nicht Gott bin.

    Oliver Wendell Holmes

  20. Wirf das Joch des Überflüssigen ab, werde reich ohne Geld, und du bist glücklich.

    Friedrich Wilhelm Kaulisch