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Sprüche über Bescheidenheit

414 Sprüche — Seite 8

Nicht im Anspruch, sondern im rechten Maß zeigt sich oft wahre Größe. Bescheidenheit bewahrt davor, das Eigene zu überschätzen, und öffnet zugleich den Blick für das, was ohne Prunk und Lärm wertvoll ist. Darum wirkt dieses Thema still, besitzt aber eine tiefe moralische Kraft.

Ihr Reiz liegt darin, dass sie weder sich selbst verleugnet noch nach Bewunderung greift. Die Sprüche zu diesem Thema schildern Bescheidenheit als Haltung der Klarheit und inneren Ordnung, in der Würde nicht aus Überhebung, sondern aus Maß entsteht.

  1. Wenige Wort im Munde und wenig Speisen im Magen, das sind zwei Dinge, die niemals schaden.

  2. Die Dummheit drängt sich vor, um gesehen zu werden; die Klugheit steht zurück, um zu sehen.

    Carmen Sylva

  3. Spielen ist keine Kunst, aber aufhören zu spielen

  4. Trachte nicht, satt zu sein. In kleinen Mengen schmeckt es am besten.

  5. In unserer Zeit haben nur die Großes erreicht, die für knauserig gehalten wurden.

    Nicolaus Machiavelli

  6. Wenn man auch allen Sonnenschein wegstreicht, so gibt es doch noch den Mond und die funkelnden Sterne und die Lampe am Winterabend. Es ist so viel schönes Licht in der Welt.

    Wilhelm Raabe

  7. Die schönste Rede, die man in unseren Zeiten halten kann, wäre: Über die Kunst, zu Hause zu bleiben.

    Karl Julius Weber

  8. Ich rate, lieber mehr zu können, als man macht, als mehr zu machen, als man kann

    Bertolt Brecht

  9. Bewahre mich vor der Angst, ich könnte das Leben versäumen. Gib mir nicht, was ich mir wünsche, sondern, was ich brauche. Lehre mich die Kunst der kleinen Schritte.

    Antoine de Saint-Exupéry

  10. Mäßigung übe nur stets, denn Maß ist von allem das Beste.

    Hesiod

  11. Je jünger, einfacher und frömmer die Völker, desto mehr Tierliebe.

    Jean Paul

  12. Die Liebe lebt von liebenswürdigen Kleinigkeiten.

    Theodor Fontane

  13. Reich sein an Freuden hängt nicht von Armut ab, sondern von einem genügsamen, zufriedenen Herzen.

    Jeremias Gotthelf

  14. Wer still und unbeobachtet gelebt hat, der hat gut gelebt.

    Ovid

  15. Wer nichts verlangt, hat alles. Wer alles tut verlangen, der hat in Wahrheit noch nicht einen Stiel empfangen.

    Angelus Silesius

  16. Es gibt eine Art, Gastfreundschaft zu zeigen, die dem wenigen, was man darreicht, einen höheren Wert gibt als große Schmausereien.

    Adolph Freiherr von Knigge

  17. Sparsamkeit besteht im Auswählen, nicht im Konsum.

    Edmund Burke

  18. Leichte Abendmahlzeit - lange Lebenszeit.

  19. Immer die kleinen Freuden aufpicken, bis das grosse Glück kommt. Und wenn es nicht kommt, dann hat man wenigstens die kleinen Glücke gehabt.

    Theodor Fontane

  20. Der Mensch ist von Natur aus ehrgeizig und misstrauisch und weiß sich im Glück nicht zu mäßigen.

    Nicolaus Machiavelli