Sprüche über Bescheidenheit
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Nicht im Anspruch, sondern im rechten Maß zeigt sich oft wahre Größe. Bescheidenheit bewahrt davor, das Eigene zu überschätzen, und öffnet zugleich den Blick für das, was ohne Prunk und Lärm wertvoll ist. Darum wirkt dieses Thema still, besitzt aber eine tiefe moralische Kraft.
Ihr Reiz liegt darin, dass sie weder sich selbst verleugnet noch nach Bewunderung greift. Die Sprüche zu diesem Thema schildern Bescheidenheit als Haltung der Klarheit und inneren Ordnung, in der Würde nicht aus Überhebung, sondern aus Maß entsteht.
Der überlegene Mensch lebt still und ruhig. Er wartet auf den Willen des Himmels. Der niedrige Mensch begibt sich in Gefahr und hofft auf die Wendung des Glücks
— Konfuzius
Der vernünftige Genuss der Gegenwart ist die einzig vernünftige Sorge für die Zukunft.
— Ludwig Andreas Feuerbach
Vorhandenes Vermögen soll man betrachten als eine Schutzmauer gegen die vielen möglichen Übel und Unfälle, nicht als eine Erlaubnis oder gar Verpflichtung, die Plaisiers der Welt heranzuschaffen.
— Arthur Schopenhauer
Ein Thron ist nur ein mit Samt garniertes Brett.
— Napoleon
Das Vaterunser lehrt uns, nur für das Brot des heutigen Tages zu bitten.
— Andrew Carnegie
Finde heraus, wo deine stärksten Wurzeln liegen, und verlange nicht nach anderen Welten
— Henry David Thoreau
In bescheidenen Verhältnissen ist es leicht, Gleichheit walten zu lassen.
— Tacitus
Der glücklichste Mensch ist derjenige, der von der Natur die Verehrung lernt.
— Ralph Waldo Emerson
Wem nicht wenig genügt, den macht kein Reichtum satt.
— Christoph Martin Wieland
Wenn du zum Wort nicht ohne Not, nicht ohne Hunger greifst zum Brot, bringt dir dein Reden nicht Verdruss, nie Unbehagen dein Genuss.
— Friedrich Rückert
Nur ein großer Geist wagt es, einfach im Stil zu sein.
— Stendhal
Wo Sparsamkeit haushält, wächst der Speck am Balken.
Kein Wissen scheint schwerer zu erwerben als die Erkenntnis, wann man aufhören muss.
— Jonathan Swift
Wir könnten manches vom Kapital entbehren, wenn wir mit den Interessen weniger willkürlich umgingen.
— Johann Wolfgang von Goethe
Fröhliche Armut ist großer Reichtum ohne Gut.
— Bernhard Freidank
Dem Armen ist nicht mehr gegeben als gute Hoffnung, übles Leben
— Bernhard Freidank
Der Mäßige, das ist eigentlich der wahre Feinschmecker und Genussmensch.
— Emanuel Wertheimer
Wenn man auch allen Sonnenschein wegstreicht, so gibt es doch noch den Mond und die hübschen Sterne und die Lampe am Winterabend. Es ist so viel schönes Licht in der Welt.
— Wilhelm Raabe
Lass dir an dem Bewusstsein genügen, deine Pflicht getan zu haben; andere mögen es erkennen oder nicht.
— Christoph Martin Wieland
Einfachheit ist das Resultat der Reife.
— Friedrich von Schiller