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Sprüche über Bescheidenheit

414 Sprüche — Seite 3

Nicht im Anspruch, sondern im rechten Maß zeigt sich oft wahre Größe. Bescheidenheit bewahrt davor, das Eigene zu überschätzen, und öffnet zugleich den Blick für das, was ohne Prunk und Lärm wertvoll ist. Darum wirkt dieses Thema still, besitzt aber eine tiefe moralische Kraft.

Ihr Reiz liegt darin, dass sie weder sich selbst verleugnet noch nach Bewunderung greift. Die Sprüche zu diesem Thema schildern Bescheidenheit als Haltung der Klarheit und inneren Ordnung, in der Würde nicht aus Überhebung, sondern aus Maß entsteht.

  1. Siege, aber triumphiere nicht

    Marie von Ebner-Eschenbach

  2. Wer einen Apfel in der Hand hat, der isst ihn bis zu den Kernen auf. Wer einen Korb voller Äpfel hat, beißt die Früchte an und wirft sie dann weg.

  3. Wer weniger besitzt, wird weniger besessen

    Friedrich Nietzsche

  4. Vielleicht müssen wir alle ein wenig ärmer werden, damit wir reicher werden.

    Horaz

  5. Der Armut mangelt es an vielem, dem Geiz an allem.

    Publius Syrus

  6. Du sollst dankbar sein für das Geringste, und du wirst würdig sein, Größeres zu empfangen.

    Thomas à Kempis

  7. Ist das Herz in Ruhe, so ist es selbst in einer kleinen Hütte gemütlich.

  8. Glück ist die Haltestation zwischen zu wenig und zu viel

  9. Die sind die Reichsten, deren Vergnügen am wenigsten kosten.

    Henry David Thoreau

  10. Sieht man nicht nach dem, was man begehren könnte, bewahrt man sein Herz vor Verwirrung.

    Laotse

  11. Ich habe drei Schätze, die ich hüte und hege. Der eine ist die Liebe, der zweite ist die Genügsamkeit, der dritte ist die Demut.

    Laotse

  12. Willst du unbeneidt sein, freu' dich deines Glücks allein!

  13. Der Bürger wünscht die Kunst üppig und das Leben asketisch; umgekehrt wäre es besser.

    Theodor W. Adorno

  14. Über den Wolken führen keine Pfade, wir müssen schon den Weg auf der Erde nehmen.

  15. Wenn man nichts hat, was man liebt, muss man lieben, was man hat

  16. Es kommt nicht auf die Menge, sondern auf den Wert der Bücher an. Man schaffe sich daher so viele Bücher an, als genug ist, aber keine des bloßen Prunks wegen.

    Seneca

  17. Allein die Schule des Lebens muss lehren, nur das Erreichbare zu wollen, und das Gute nicht deswegen zu verschmähen, weil noch etwas Besseres denkbar ist.

    Carl Friedrich Gauß

  18. Ein gesunder armer Mann ist schon ein halb reicher.

  19. Die kleinen Zimmer oder Behausungen lenken den Geist zum Ziel, die großen lenken ihn ab

    Leonardo da Vinci

  20. Mäßigkeit und Arbeit sind die wahren Ärzte des Menschen

    Jean-Jacques Rousseau