622 Sprüche — Seite 11
Was vollendet erscheint, verdankt sich nur selten bloßem Talent. Fleiss ist jene stille Kraft, die wiederholt, verbessert, durchhält und selbst dort noch weiterarbeitet, wo die erste Begeisterung längst verflogen ist. Deshalb gilt er seit jeher als Grundlage verlässlicher Leistung und dauerhaften Gelingens.
Sein Ansehen rührt daher, dass er nicht blendet, sondern trägt. Die Sprüche zu diesem Thema machen deutlich, wie eng Fleiss mit Geduld, Ordnung und Zieltreue verbunden ist und warum viele große Ergebnisse am Ende auf der unspektakulären Bereitschaft beruhen, das Notwendige immer wieder zu tun.
Hoffe wenig, wirke viel, das ist der kürzeste Weg zum Ziel.
Man sagt wohl: Was ein Häkchen werden will, krümmt sich beizeiten. Ich aber sage: Was ein Mastbaum werden will, streckt sich früh.
— Otto von Bismarck
Selten wirkt man Gutes ohne Anstrengung.
— Vinzenz von Paul
Wer nie ein Knecht gewesen, kann auch kein guter Herr sein.
Wer seine Jugend verhockt daheim, den schickt man alt mit seiner Weisheit heim.
Die Entfernung ist unwichtig. Nur der erste Schritt ist schwierig.
Die Lotusblume entspringt aus dem Schlamm
Ach der Tugend schöne Werke, gerne möcht ich sie erwischen, doch ich merke, doch ich merke, immer kommt mir was dazwischen
— Wilhelm Busch
Arbeite und lerne, und du kannst gar nicht verhindern, dass du etwas wirst.
— Thomas Carlyle
Es ist nicht wenig Zeit, was wir haben, sondern es ist viel, was wir nicht nützen.
— Seneca
Geduld wird alle Wege ebnen.
Wie einer isst, so arbeitet er auch
Wer nicht mehr will als er kann, bleibt unter seinem Können
— Ludwig Marcuse
Nicht mit Erfindungen, sondern mit Verbesserungen macht man Vermögen
— Henry Ford
Alle entscheidenden Dinge, die ich erreicht habe, waren Dinge, die nach Ansicht der Experten nicht gingen.
— Henry Ford
Einen Vorsprung im Leben hat, wer da anpackt, wo die anderen erst einmal reden
— John F. Kennedy
Sei wie eine Briefmarke. Bleib an einer Sache dran, bis du am Ziel bist.
— Joseph Billings
Wer viel verlangt, der hastet viel, den flieht das heißbegehrte Ziel; wer stille strebt auf graden Wegen, dem kommt zuletzt das Ziel entgegen.
— Otto von Leixner
Nichts ist getan, wenn noch etwas zu tun übrig ist.
— Carl Friedrich Gauß
Hundert Menschen schärfen ihren Säbel, Tausende ihre Messer, aber Zehntausende lassen ihren Verstand ungeschärft, weil sie ihn nicht üben.
— Johann Heinrich Pestalozzi