Sprüche über Fleiss
673 Sprüche — Seite 22
Was vollendet erscheint, verdankt sich nur selten bloßem Talent. Fleiss ist jene stille Kraft, die wiederholt, verbessert, durchhält und selbst dort noch weiterarbeitet, wo die erste Begeisterung längst verflogen ist. Deshalb gilt er seit jeher als Grundlage verlässlicher Leistung und dauerhaften Gelingens.
Sein Ansehen rührt daher, dass er nicht blendet, sondern trägt. Die Sprüche zu diesem Thema machen deutlich, wie eng Fleiss mit Geduld, Ordnung und Zieltreue verbunden ist und warum viele große Ergebnisse am Ende auf der unspektakulären Bereitschaft beruhen, das Notwendige immer wieder zu tun.
Der Fleissige tut sich nimmer genug.
Es gibt keinen Vorteil ohne Mühe.
Träume sind nicht Taten. Ohne Arbeit wird Dir nichts geraten.
— Ernst Moritz Arndt
Das ist des Menschen Ruhm: Zu wissen, dass unendlich sein Ziel ist und doch nie still zu stehen im Lauf.
— Friedrich Schleiermacher
Fang alles an nur mit Bedacht, führ alles mit Bestand! Was drüber dir begegnen mag, da nimm Geduld zur Hand.
— Friedrich von Logau
Zu jeder Zeit geht unter, was niedrig ist und faul. Stillschweigend schafft der Meister, der Stümper braucht das Maul.
— Carl Spitteler
Soll sich der Acker wohl lösen, so muss man ihn auch wohl gürten.
Man muss früh aufstehen, wenn man früh fertig werden will.
Fünf Finger fassen mehr als zwei Gabeln.
Leben ist die Kunst zu schaffen.
— Karl Spitzweg
Beurteilt die Menschen nicht nach ihrer Herkunft, sondern nach ihrer Leistung
— Perikles
Was dem Leben eines Menschen erst Wert gibt, ist ein besonnenes Urteil und eine stetige Arbeitskraft.
— Gustav Freytag
Der Letzte zahlt die Zeche
Doch größern Ruhm wird der verdienen, der Farben kauft und malt mit ihnen ...
— Wilhelm Busch
Fang immer gleich heute an!
— Mary Shelley
Wer soll Meister sein? Wer was ersann! Wer soll Geselle sein? Wer was kann! Wer soll Lehrling sein? Jedermann!
— Johann Wolfgang von Goethe
Sei mit dir nie zufrieden, außer etwa episodisch, so dass deine Zufriedenheit nur dazu dient, dich zu neuer Unzufriedenheit zu stärken.
— Christian Morgenstern
Studieren ist ein harter Job, für schwere Arbeit kein Mensch gibt Lob. Zu bewältigen Studienstoff, anfallend in Bergen, man braucht Ausdauer und starke Nerven.
Dem Hunger entflieht man nicht mit den Füßen, sondern mit den Händen.
Tugend will ermuntert sein, Bosheit kann man schon allein!
— Wilhelm Busch