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Sprüche über Fleiss

673 Sprüche — Seite 29

Was vollendet erscheint, verdankt sich nur selten bloßem Talent. Fleiss ist jene stille Kraft, die wiederholt, verbessert, durchhält und selbst dort noch weiterarbeitet, wo die erste Begeisterung längst verflogen ist. Deshalb gilt er seit jeher als Grundlage verlässlicher Leistung und dauerhaften Gelingens.

Sein Ansehen rührt daher, dass er nicht blendet, sondern trägt. Die Sprüche zu diesem Thema machen deutlich, wie eng Fleiss mit Geduld, Ordnung und Zieltreue verbunden ist und warum viele große Ergebnisse am Ende auf der unspektakulären Bereitschaft beruhen, das Notwendige immer wieder zu tun.

  1. Gute Bücher sind die Quintessenz der tüchtigen Geister, der Inbegriff ihrer Kenntnisse, die Frucht iher langen Nachtwachen.

    Marquis de Vauvenargues

  2. Die Ehrgeizigen und die Wollüstigen haben nur selten Zeit zu denken.

    Voltaire

  3. Ein kluger Mensch lässt sich von Schwierigkeiten nicht entmutigen; er verdoppelt seine Energie und seinen Fleiß, setzt seine Bemühungen standhaft fort und kommt schließlich sicher zum Erfolg.

    Philip Chesterfield

  4. Durch Ausharren ebnen wir Berge, setzen dem Meere Grenzen und machen aus Steinen Städte und Paläste und Mauern.

    Karl Julius Weber

  5. Das Zubehör eines Sängers: Ein großer Brustkorb, ein großer Mund, neunzig Prozent Gedächtnis, zehn Prozent Intelligenz, sehr viel schwere Arbeit und ein gewisses Etwas im Herzen.

    Enrico Caruso

  6. Orden werden verdient, erdient oder erdienert.

    Otto von Bismarck

  7. Durch Forschen nur gewinnt man Gelassenheit in allem Tun.

    Sophokles

  8. Bohre den Brunnen, ehe du Durst hast.

  9. Die Gegenwart, in der der Mensch lebt, wird nicht für ihn genußreich durch ruhigen Besitz des Erworbenen, sondern durch das Streben nach höheren Zielen.

    Friedrich Adolf Wilhelm Diesterweg

  10. Große Werke werden nicht durch Kraft, sondern durch Ausdauer geschaffen.

    Samuel Johnson

  11. Tüchtigkeit ist nur ein Wert unter vielen - Lebenskunst ist ein anderer.

    John Knittel

  12. Jede Rede scheint eitel und nichtig, sobald die Tat ihr nicht Nachdruck gibt.

    Demosthenes

  13. Frauenarbeit – klein und behende, hat einen Anfang und kein Ende.

    René Descartes

  14. Des Genius Bruder ist der Fleiß.

    Ernst Friedr. Ludwig Adolf Eckstein

  15. Faulheit findet alles schwer, der Fleiß macht alles leicht.

    Johann Jakob Engel

  16. Tue bei der Arbeit immer zuerst das Nötigste, das aber greife frisch und bei der Hauptsache an. Das ist das Mittel, um zu vielem Zeit zu haben.

    Carl Hilty

  17. Nicht mehr tun ist die beste Abbitte.

  18. In wichtigen Dingen soll man nicht abenteuern.

  19. Wer seinen Acker mit Fleiß baut, soll Brots genug haben.

  20. Wie man den Acker bestellt, so trägt er.