Sprüche über Fleiss
673 Sprüche — Seite 26
Was vollendet erscheint, verdankt sich nur selten bloßem Talent. Fleiss ist jene stille Kraft, die wiederholt, verbessert, durchhält und selbst dort noch weiterarbeitet, wo die erste Begeisterung längst verflogen ist. Deshalb gilt er seit jeher als Grundlage verlässlicher Leistung und dauerhaften Gelingens.
Sein Ansehen rührt daher, dass er nicht blendet, sondern trägt. Die Sprüche zu diesem Thema machen deutlich, wie eng Fleiss mit Geduld, Ordnung und Zieltreue verbunden ist und warum viele große Ergebnisse am Ende auf der unspektakulären Bereitschaft beruhen, das Notwendige immer wieder zu tun.
Dienstjahre sind keine Herrenjahre
Arbeit, die wir lieben, ist das Einzige, was uns mit dem Leben versöhnen kann.
— Hermann Bang
Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen
Der Wert der Leistung liegt im Geleisteten.
— Albert Einstein
Stets übe deine Kunst, ist sie dir gleich bekannt: Das Denken stärkt den Sinn, das Üben stärkt die Hand.
— Martin Opitz
Ein Geschäft eröffnen, ist leicht. Schwer ist, es geöffnet zu halten.
Der eine klopft auf den Busch, der andere fängt den Vogel
Nicht jeder, der einen Bart trägt, ist schon Prophet
Gut Ding will Weile haben
Wer Fische fangen will, muss sich nass machen
Mit einem Herrn steht es gut, der, was befohlen, selber tut.
Ein guter Anschaffer ist besser als zwei schlechte Schaffer.
Soll fegen der Besen recht blank und rein, dann darf er ja selber nicht schmutziger sein.
Die beste Lebensregel ist: Nutz deine Zeit, weil jung du bist.
Raste ich, so roste ich.
Wer lange im Bett bleibt, verschläft den Verstand.
Nur wer den Garten sorglich pflegt, weiß auch, dass er ihm Früchte trägt.
Die Hacke ist das Spielzeug des Gärtners.
Wer nicht jätet früh, jätet später mit doppelter Müh'.
Sobald das Unkraut ist zu seh'n, musst du ihm schon zu Leibe geh'n.