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Sprüche über Fleiss

673 Sprüche — Seite 13

Was vollendet erscheint, verdankt sich nur selten bloßem Talent. Fleiss ist jene stille Kraft, die wiederholt, verbessert, durchhält und selbst dort noch weiterarbeitet, wo die erste Begeisterung längst verflogen ist. Deshalb gilt er seit jeher als Grundlage verlässlicher Leistung und dauerhaften Gelingens.

Sein Ansehen rührt daher, dass er nicht blendet, sondern trägt. Die Sprüche zu diesem Thema machen deutlich, wie eng Fleiss mit Geduld, Ordnung und Zieltreue verbunden ist und warum viele große Ergebnisse am Ende auf der unspektakulären Bereitschaft beruhen, das Notwendige immer wieder zu tun.

  1. Wie der Same, den man in die Erde sät, so ist auch die Ernte, die man erwarten darf

    Antiphon

  2. Schwielen sind mehr wert als duftendes Öl an den Händen.

  3. Wer sich selbst anspornt, kommt weiter als der, welcher das beste Ross anspornt.

    Johann Heinrich Pestalozzi

  4. Wer nach großer Arbeit trachtet, dem wird sie zuteil.

  5. Der Mensch, durchtrieben und gescheit, bemerkte schon seit alter Zeit, dass ihm hienieden allerlei verdrießlich und zuwider sei.

    Wilhelm Busch

  6. Auch der allzu große Eifer im Guten kann zu allen Zeiten das Gute hindern und das Böse fördern.

    Johann Peter Hebel

  7. Wenn der Kopf raucht, riechen die Gedanken verbrannt.

  8. Ohne Übung kann man sich nicht einmal die Zähne putzen

  9. Jeder hat soviel Unkraut wie er's verdient.

  10. Wer auf höhere Berge steigen will, muss auch schärferen Wind vertragen können.

  11. Es bedarf nur eines Anfangs, dann erledigt sich das Übrige.

    Sallust

  12. Die Talente der Menschen sind oft gar nicht so ungleich, im Fleiß und im Charakter liegen die Unterschiede

    Theodor Fontane

  13. Mein Sprüchlein heißt: Auf Gott vertrau, arbeite brav und leb genau!

    Gottfried August Bürger

  14. Arbeit schändet nicht.

    Hesiod

  15. Es ist schön zu sehen, dass einem Menschen, der mit festem Willen und reiner Überzeugung seinen eigenen Weg geht, eben fast alles möglich ist.

    Fanny Lewald

  16. Stein auf Stein mit Vorbedacht, gibt zuletzt auch ein Gebäude.

    Johann Wolfgang von Goethe

  17. Es wird ja fleißig gearbeitet und viel mikroskopiert, aber es müßte mal wieder einer einen gescheiten Gedanken haben.

    Rudolf Virchow

  18. Glück kann menschliches Bemühen nur ergänzen, nicht ersetzen

    Henriette Wilhelmine Hanke

  19. Je schwerer uns etwas fällt, desto größer ist die Freude, wenn es uns gelingt.

  20. Es gibt eine Art, das Leben zu verlängern, die ganz in unserer Macht steht: Früh aufstehen, guter zweckmäßiger Gebrauch der Zeit, Wählung der besten Mittel zum Endzweck und, sobald sie gewählt sind, …

    Georg Christoph Lichtenberg