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Sprüche über Ruhe

440 Sprüche — Seite 11

In einer lauten und beschleunigten Welt wirkt Ruhe fast wie ein verlorenes Gut. Sie ist weit mehr als Schweigen oder Stillstand, denn in ihr sammeln sich Klarheit, Selbstbeherrschung und die Möglichkeit, wieder bei sich selbst anzukommen. Deshalb gehört dieses Thema zu den stillen Voraussetzungen eines geordneten Lebens.

Echte Ruhe erzwingt sich nicht, sondern entsteht, wenn die Ansprüche einen Moment pausieren und der Blick nach innen Raum gewinnt. Wer sie kennt, weiß, dass in ihr nicht Leere wartet, sondern jene Klarheit, die das Wesentliche vom Flüchtigen trennt – still, aber scharf.

  1. Du hast gewirkt, du hast geschafft, bis ganz erlahmte Deine Kraft. Nun ruhen Deine fleissigen Hände, die immer gern für uns bereit, wir danken Dir's in Ewigkeit.

  2. Geistige Freude ist rein und ruhig.

    Friedrich von Schlegel

  3. Auf Angst und Schweiß folgt Ruh und Preis.

    Abraham a Sancta Clara

  4. Der Mann, der zu beschäftigt ist, sich um seine Gesundheit zu kümmern, ist wie ein Handwerker, der keine Zeit hat, seine Werkzeuge zu pflegen.

  5. Der Schlaf ist doch die köstlichste Erfindung.

    Christian Johann Heinrich Heine

  6. Du kannst wählen zwischen der Wahrheit und der Ruhe, aber beides zugleich kannst du nicht haben.

    Ralph Waldo Emerson

  7. Übe die Regungslosigkeit, beschäftige dich mit Untätigkeit, finde im Verzicht Genuss, und du siehst das Große im Kleinen, das Viele im Wenigen.

  8. Und all das Geld und all das Gut gewährt zwar viele Sachen; Gesundheit, Schlaf und guten Mut kann's aber doch nicht machen.

    Matthias Claudius

  9. Der Schlaf sei das tägliche Brot deiner Seele.

    Carl Ludwig Schleich

  10. Denk an deine eigenen Fehler im ersten Teil der Nacht, wenn du wach daliegst; denk an die Fehler eines anderen im zweiten Teil der Nacht, wenn du schläfst.

  11. Betrachte die Welt voller Ruhe. Dann strahlt das Licht des Tages aus Deinen Augen. Sie sind der Spiegel der Welt.

  12. Einem wirklich Gottlosen bin ich in meinem ganzen Leben noch nicht begegnet. Statt seiner bin ich nur dem Ruhelosen begegnet.

    Fjodor M. Dostojewski

  13. Je länger die Nacht, desto zahlreicher die Träume.

  14. Glück ist Wärme, wenn es kalt ist, Glück ist weisser Meeresstrand, Glück ist Ruhe, die im Wald ist, Glück ist eines Freundes Hand.

    Clemens Brentano

  15. Im Schlaf sind wir ebenso wenig Herr unserer Gedanken wie im wachen Zustand.

    Voltaire

  16. Ruhe, das höchste Gut auf Erden, kommt sehr oft nur durch Einsamkeit in das Herz.

    Johann Georg Zimmermann

  17. Schweigen ist die Arznei des Ärgers.

  18. Das Arbeiten ist meinem Gefühl nach dem Menschen so gut ein Bedürfnis als Essen und Schlafen

    Wilhelm von Humboldt

  19. Durch Bewegung überwindet man Kälte. Durch Stillhalten überwindet man Hitze. Der Weise vermag es, durch seine Reinheit und Ruhe alle Dinge der Welt ins Gleichmaß zu bringen.

    Laotse

  20. Maß in Büchern, Gedanken und Stil üben auf den Geist denselben guten Eindruck aus, den ein ruhiges Antlitz auf unsere Augen und unsere Stimmung macht.

    Joseph Joubert