451 Sprüche — Seite 6
In einer lauten und beschleunigten Welt wirkt Ruhe fast wie ein verlorenes Gut. Sie ist weit mehr als Schweigen oder Stillstand, denn in ihr sammeln sich Klarheit, Selbstbeherrschung und die Möglichkeit, wieder bei sich selbst anzukommen. Deshalb gehört dieses Thema zu den stillen Voraussetzungen eines geordneten Lebens.
Echte Ruhe erzwingt sich nicht, sondern entsteht, wenn die Ansprüche einen Moment pausieren und der Blick nach innen Raum gewinnt. Wer sie kennt, weiß, dass in ihr nicht Leere wartet, sondern jene Klarheit, die das Wesentliche vom Flüchtigen trennt – still, aber scharf.
Erholung ist die Würze der Arbeit.
— Plutarch
Auf einmal bist du nicht mehr da, und keiner kann's verstehn. Im Herzen bleibst du uns ganz nah bei jedem Schritt, den wir nun gehen. Nun ruhe sanft und geh' in Frieden, denk immer dran, dass wir …
Ein Augenblick der Seelenruhe ist besser, als was du erstreben magst.
Das Herz muss in Harmonie und Ruhe sein, dann erst wird es heiter.
— Lü Bu We
Intelligenz ist die Fähigkeit, die bewirkt, dass man Abstand nimmt.
— Henry de Montherlant
Nach getaner Arbeit ist gut ruhen.
Den Puls des eigenen Herzens fühlen. Ruhe im Innern, Ruhe im Äußern. Wieder Atem holen lernen, das ist es.
— Christian Morgenstern
Der Ruhende soll handeln, und der Handelnde ruhen.
— Seneca
Bedenke: Ein Stück des Weges liegt hinter dir, ein anderes Stück hast du noch vor dir. Wenn du verweilst, dann nur, um dich zu stärken, nicht aber um aufzugeben.
— Augustinus
Ruhe zieht das Leben an. Unruhe verscheucht es; Gott hält sich mäuschenstill, darum bewegt sich die Welt um ihn.
— Gottfried Keller
Erquicklich ist die Mittagsruh, nur kommt man oftmals nicht dazu.
— Wilhelm Busch
Es steht dir frei, zu jeder Stunde dich auf dich selbst zurückzuziehen. Gönne dir das recht oft, dieses Zurücktreten ins Innere, und verjünge so dich selbst
— Mark Aurel
Müde und satt - wie schön ist datt!
Es ist ebenso nutzlos als töricht, sich nicht in das Unabänderliche ruhig und still zu fügen
— Wilhelm von Humboldt
Der lebt nicht, dessen Haupt nicht im Himmel steht, auf dessen Brust nicht die Wolken ruhen, dem die Liebe nicht im Schoße wohnt, und dessen Fuß nicht in der Erde wurzelt.
— Clemens Brentano
Sieh auf die Natur: Sie ist beständig in Aktion, steht nie still, und doch schweigt sie.
— Mahatma Gandhi
Glück kann das Abendläuten, das Ruhen nach schwerem Tagwerk bedeuten. Glück läßt sich nicht erjagen, erfragen, Glück muss man tief im Innern tragen, und nicht bei den Sternen, und nicht in den Fer …
Der eigene Hund macht keinen Lärm - er bellt nur.
— Kurt Tucholsky
Wer mit Gelassenheit handelt, erreicht, was er erstrebt.
Wer gut schlafen will, kauft Anleihen, wer gut essen will kauft Aktien.
— John D. Rockefeller