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Sprüche über Ruhe

440 Sprüche — Seite 14

In einer lauten und beschleunigten Welt wirkt Ruhe fast wie ein verlorenes Gut. Sie ist weit mehr als Schweigen oder Stillstand, denn in ihr sammeln sich Klarheit, Selbstbeherrschung und die Möglichkeit, wieder bei sich selbst anzukommen. Deshalb gehört dieses Thema zu den stillen Voraussetzungen eines geordneten Lebens.

Echte Ruhe erzwingt sich nicht, sondern entsteht, wenn die Ansprüche einen Moment pausieren und der Blick nach innen Raum gewinnt. Wer sie kennt, weiß, dass in ihr nicht Leere wartet, sondern jene Klarheit, die das Wesentliche vom Flüchtigen trennt – still, aber scharf.

  1. Sollen dich die Dohlen nicht umschrei'n, musst du nicht Knopf auf dem Kirchturm sein.

    Johann Wolfgang von Goethe

  2. Wo man singt, da lass dich ruhig nieder, ohne Furcht, was man im Lande glaubt: wo man singt, da wird kein Mensch beraubt, Bösewichter haben keine Lieder.

    Johann Gottfried Seume

  3. Das Spiel gleicht einer Erholung, und da man nicht ununterbrochen arbeiten kann, bedarf man der Erholung.

    Aristoteles

  4. Die Natur des Geistes ist so geartet, dass uns der Wechsel meist mehr Erholung schafft als die Ruhe.

    Ernst von Feuchtersleben

  5. Wir kommen nur, um zu schlafen, wir kommen nur, um zu träumen. Es ist nicht wahr, es ist nicht wahr, dass wir zum Leben auf die Erde gekommen sind.

  6. Enten legen ihre Eier in Stille. Hühner gackern dabei wie verrückt. Was ist die Folge? Alle Welt ißt Hühnereier

    Henry Ford

  7. Der Unglückliche braucht Tätigkeit wie der Glückliche Ruhe.

    Jean Paul

  8. All zu vieles Schlafen macht dumm, und all zu vieles Wachen führet zuletzt zu dem Wahnwitz.

    Johann Georg Zimmermann

  9. Diebe ruhen nie, Wächter ab und zu.

  10. Trinke nicht Wasser aus einer schmutzigen Quelle, ruhe nicht im Schatten eines giftigen Baumes.

  11. Gesellschaft braucht der Tor, und Einsamkeit der Weise.

    Friedrich Rückert

  12. Wir halten den, der sich den politischen Angelegenheiten fernhält, nicht für einen ruheliebenden, sondern für einen unnützen Menschen.

    Perikles

  13. In der Stille reifen die großen Dinge.

    Thomas Carlyle

  14. Wer die ganze Nacht schläft, hat am Tage Anspruch auf ein wenig Ruhe

  15. Die wahre Ruhe der Gemüter ist Tugend und Genügsamkeit

    Christian Fürchtegott Gellert

  16. Fremder Gleichmut ist eines der besten Mittel gegen die Fieber des Lebens.

    Paul Keller

  17. Der Mensch ist nicht zur Ruhe bestimmt.

    Friedrich Adolf Wilhelm Diesterweg

  18. Muße braucht Zufriedenheit und Selbstvertrauen.

    Else Pannek

  19. Nichts ist, das Dich bewegt. Du selber bist das Rad, das aus sich selbst läuft und keine Ruhe hat.

    Angelus Silesius

  20. Der Himmel hat den Menschen als Gegengewicht gegen die Mühseligkeiten des Lebens drei Dinge gegeben: die Hoffnung, den Schlaf und das Lachen.

    Immanuel Kant