Sprüche über Ruhe
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In einer lauten und beschleunigten Welt wirkt Ruhe fast wie ein verlorenes Gut. Sie ist weit mehr als Schweigen oder Stillstand, denn in ihr sammeln sich Klarheit, Selbstbeherrschung und die Möglichkeit, wieder bei sich selbst anzukommen. Deshalb gehört dieses Thema zu den stillen Voraussetzungen eines geordneten Lebens.
Echte Ruhe erzwingt sich nicht, sondern entsteht, wenn die Ansprüche einen Moment pausieren und der Blick nach innen Raum gewinnt. Wer sie kennt, weiß, dass in ihr nicht Leere wartet, sondern jene Klarheit, die das Wesentliche vom Flüchtigen trennt – still, aber scharf.
Es geht mit den Kindern des Geistes wie mit den irdischen: sie wachsen, während sie schlafen.
— Hans Christian Andersen
Schweigen ist die Muttersprache der Weisen.
— Oliver Goldsmith
Ich bin immer - auch im Leben - für Ruhepunkte. Parks ohne Bänke können mir gestohlen bleiben.
— Theodor Fontane
Wenn der Fuchs die Gans in Ruhe lässt, ist er krank
Etwas Ruhe zum Besinnen, — Jede Atempause feiern und genießen. — Wir wären besinnungslos ohne Ruhe uns zu besinnen.
— Else Pannek
Die besten Wahrheiten sind die leisesten.
— Karel Capek
Der ewige Friede paßt als Aufschrift über Kirchhofspforten; denn nur die Toten schlagen sich nicht mehr.
— Gottfried Wilhelm Leibniz
Du hast einen Menschen nicht überzeugt, nur weil du ihn zum Schweigen gebracht hast.
— John Morley of Blackburn
Am ruhigen Fluß ist das Ufer voller Blumen.
Ein Sonntag im Herzen ist schöner als zwanzig auf einer Landpartie
— Peter Sirius
Seelenruhe, Heiterkeit und Zufriedenheit sind die Grundlagen allen Glücks, aller Gesundheit und des langen Lebens.
— Christoph Wilhelm Hufeland
Kämpfe mit denen, die kämpfen, und lass die Friedlichen in Frieden!
Der Mensch besieht sein Spiegelbild nicht in fließendem Wasser, sondern im stillen Wasser.
— Dschuang Dsi
Tausend Meilen vom nächsten Land entfernt beginnt die Stille.
— Joseph Conrad
Vier Säulen stützen den Tempel der irdischen Glückseeligkeit: Gesundheit, Gemütsruhe, Wohlstand und Freundschaft
— Francis Bacon
Der Tod versetzt uns wieder in den Zustand der Ruhe, in dem wir uns befanden, ehe wir geboren wurden. Bedauert jemand die Gestorbenen, so muß er auch die Ungeborenen bedauern.
— Seneca
Nicht ewig freut man sich der Ruhe und des Friedens, und doch ist Unglück und Zerstörung nicht das Ende. Wenn das Gras vom Steppenfeuer verbrannt ist, sprosst es im Sommer neu.
Es gibt, schweigsame Menschen, die interessanter sind als die besten Redner.
— Benjamin Disraeli
Je mehr nun aber einem die Furcht in Ruhe lässt, desto mehr beunruhigen ihn die Wünsche, die Begierden und Ansprüche
— Arthur Schopenhauer
Der Müßiggang: Es ist dies das heilige Kleinod, das einzige Fragment der Gottähnlichkeit, das uns vom Paradiese blieb.
— Friedrich von Schlegel