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Sprüche über Ruhe

451 Sprüche — Seite 20

In einer lauten und beschleunigten Welt wirkt Ruhe fast wie ein verlorenes Gut. Sie ist weit mehr als Schweigen oder Stillstand, denn in ihr sammeln sich Klarheit, Selbstbeherrschung und die Möglichkeit, wieder bei sich selbst anzukommen. Deshalb gehört dieses Thema zu den stillen Voraussetzungen eines geordneten Lebens.

Echte Ruhe erzwingt sich nicht, sondern entsteht, wenn die Ansprüche einen Moment pausieren und der Blick nach innen Raum gewinnt. Wer sie kennt, weiß, dass in ihr nicht Leere wartet, sondern jene Klarheit, die das Wesentliche vom Flüchtigen trennt – still, aber scharf.

  1. Es geht mit den Kindern des Geistes wie mit den irdischen: sie wachsen, während sie schlafen.

    Hans Christian Andersen

  2. Schweigen ist die Muttersprache der Weisen.

    Oliver Goldsmith

  3. Ich bin immer - auch im Leben - für Ruhepunkte. Parks ohne Bänke können mir gestohlen bleiben.

    Theodor Fontane

  4. Wenn der Fuchs die Gans in Ruhe lässt, ist er krank

  5. Etwas Ruhe zum Besinnen, — Jede Atempause feiern und genießen. — Wir wären besinnungslos ohne Ruhe uns zu besinnen.

    Else Pannek

  6. Die besten Wahrheiten sind die leisesten.

    Karel Capek

  7. Der ewige Friede paßt als Aufschrift über Kirchhofspforten; denn nur die Toten schlagen sich nicht mehr.

    Gottfried Wilhelm Leibniz

  8. Du hast einen Menschen nicht überzeugt, nur weil du ihn zum Schweigen gebracht hast.

    John Morley of Blackburn

  9. Am ruhigen Fluß ist das Ufer voller Blumen.

  10. Ein Sonntag im Herzen ist schöner als zwanzig auf einer Landpartie

    Peter Sirius

  11. Seelenruhe, Heiterkeit und Zufriedenheit sind die Grundlagen allen Glücks, aller Gesundheit und des langen Lebens.

    Christoph Wilhelm Hufeland

  12. Kämpfe mit denen, die kämpfen, und lass die Friedlichen in Frieden!

  13. Der Mensch besieht sein Spiegelbild nicht in fließendem Wasser, sondern im stillen Wasser.

    Dschuang Dsi

  14. Tausend Meilen vom nächsten Land entfernt beginnt die Stille.

    Joseph Conrad

  15. Vier Säulen stützen den Tempel der irdischen Glückseeligkeit: Gesundheit, Gemütsruhe, Wohlstand und Freundschaft

    Francis Bacon

  16. Der Tod versetzt uns wieder in den Zustand der Ruhe, in dem wir uns befanden, ehe wir geboren wurden. Bedauert jemand die Gestorbenen, so muß er auch die Ungeborenen bedauern.

    Seneca

  17. Nicht ewig freut man sich der Ruhe und des Friedens, und doch ist Unglück und Zerstörung nicht das Ende. Wenn das Gras vom Steppenfeuer verbrannt ist, sprosst es im Sommer neu.

  18. Es gibt, schweigsame Menschen, die interessanter sind als die besten Redner.

    Benjamin Disraeli

  19. Je mehr nun aber einem die Furcht in Ruhe lässt, desto mehr beunruhigen ihn die Wünsche, die Begierden und Ansprüche

    Arthur Schopenhauer

  20. Der Müßiggang: Es ist dies das heilige Kleinod, das einzige Fragment der Gottähnlichkeit, das uns vom Paradiese blieb.

    Friedrich von Schlegel