Sprüche über Ruhe
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In einer lauten und beschleunigten Welt wirkt Ruhe fast wie ein verlorenes Gut. Sie ist weit mehr als Schweigen oder Stillstand, denn in ihr sammeln sich Klarheit, Selbstbeherrschung und die Möglichkeit, wieder bei sich selbst anzukommen. Deshalb gehört dieses Thema zu den stillen Voraussetzungen eines geordneten Lebens.
Echte Ruhe erzwingt sich nicht, sondern entsteht, wenn die Ansprüche einen Moment pausieren und der Blick nach innen Raum gewinnt. Wer sie kennt, weiß, dass in ihr nicht Leere wartet, sondern jene Klarheit, die das Wesentliche vom Flüchtigen trennt – still, aber scharf.
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen.
— François de la Rochefoucauld
So wie nicht jeder träumt, der schläft, so schläft auch nicht jeder, der träumt.
— Georg Christoph Lichtenberg
Der beste Aussichtsturm des Lebens ist Gelassenheit.
Das Herz muss in Harmonie und Ruhe sein, dann erst wird es heiter.
— Lü Bu We
Erholung ist die Würze der Arbeit.
— Plutarch
Ein Augenblick der Seelenruhe ist besser, als was du erstreben magst.
Nach getaner Arbeit ist gut ruhen.
Einen Gottlosen habe ich noch nie gesehen, nur Ruhelose sind mir begegnet.
— Fjodor M. Dostojewski
Es gibt keinen größeren Genuss auf Erden als den Schlaf, wenn man schlafen will.
— Anton Tschechow
Der Müßiggang: Es ist dies das heilige Kleinod, das einzige Fragment der Gottähnlichkeit, das uns vom Paradiese blieb.
— Friedrich von Schlegel
Intelligenz ist die Fähigkeit, die bewirkt, dass man Abstand nimmt.
— Henry de Montherlant
Tagträumen ist nicht verlorene Zeit, sondern ein Auftanken der Seele.
Den Puls des eigenen Herzens fühlen. Ruhe im Innern, Ruhe im Äußern. Wieder Atem holen lernen, das ist es.
— Christian Morgenstern
Der Ruhende soll handeln, und der Handelnde ruhen.
— Seneca
Bedenke: Ein Stück des Weges liegt hinter dir, ein anderes Stück hast du noch vor dir. Wenn du verweilst, dann nur, um dich zu stärken, nicht aber um aufzugeben.
— Augustinus
Erquicklich ist die Mittagsruh, nur kommt man oftmals nicht dazu.
— Wilhelm Busch
Es steht dir frei, zu jeder Stunde dich auf dich selbst zurückzuziehen. Gönne dir das recht oft, dieses Zurücktreten ins Innere, und verjünge so dich selbst
— Mark Aurel
Müde und satt - wie schön ist datt!
Der lebt nicht, dessen Haupt nicht im Himmel steht, auf dessen Brust nicht die Wolken ruhen, dem die Liebe nicht im Schoße wohnt, und dessen Fuß nicht in der Erde wurzelt.
— Clemens Brentano
Es ist ebenso nutzlos als töricht, sich nicht in das Unabänderliche ruhig und still zu fügen
— Wilhelm von Humboldt