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Sprüche über Ruhe

440 Sprüche — Seite 7

In einer lauten und beschleunigten Welt wirkt Ruhe fast wie ein verlorenes Gut. Sie ist weit mehr als Schweigen oder Stillstand, denn in ihr sammeln sich Klarheit, Selbstbeherrschung und die Möglichkeit, wieder bei sich selbst anzukommen. Deshalb gehört dieses Thema zu den stillen Voraussetzungen eines geordneten Lebens.

Echte Ruhe erzwingt sich nicht, sondern entsteht, wenn die Ansprüche einen Moment pausieren und der Blick nach innen Raum gewinnt. Wer sie kennt, weiß, dass in ihr nicht Leere wartet, sondern jene Klarheit, die das Wesentliche vom Flüchtigen trennt – still, aber scharf.

  1. Wer seine Kraft bewahren und seinen Geist ausruhen lassen kann, wird Nerven wie Stahl bekommen.

    Prentice Mulford

  2. Ein Müder kann sogar auf dem Misthaufen schlafen.

  3. Am ruhigen Fluss ist das Ufer voller Blumen.

  4. Möge die Kuh in deinem Stall dich nicht vor deinem Hahn wecken.

  5. Gott schuf die Erde und ruhte einen Tag; danach hat er die Frau erschaffen, und seitdem hat er keine Ruhe mehr.

  6. Das Glück ist eine Frage des Ausgeschlafenseins. Verschlafe, wenn du Talent hast, die volle Hälfte deines Lebens, du wirst dann die andere doppelt gelebt haben.

    Carl Ludwig Schleich

  7. Schweigen ist die unerträglichste Erwiderung.

    Gilbert Keith Chesterton

  8. Der größte Sinnesgenuss, der gar keine Beimischung von Ekel bei sich führt, ist, im gesunden Zustande, Ruhe nach der Arbeit.

    Immanuel Kant

  9. Der ist kein freier Mensch, der sich nicht auch einmal dem Nichtstun hingeben kann.

    Marcus Tullius Cicero

  10. Nur in der Arbeit wohnt der Frieden und in der Mühe wohnt die Ruh'!

    Theodor Fontane

  11. Wer zu schweigen weiß, weiß gegebenenfalls auch zu reden.

    Niccolò Tommaseo

  12. Wer imponiert? Nur welcher ruhig seinen Weg geht.

    Wilhelm Raabe

  13. Durch Enthaltsamkeit und Ruhe werden viele Krankheiten geheilt.

    Hippokrates von Kós

  14. Erfülle jederzeit deine Pflicht, und wenn es dir schwer fällt, dann murre nicht. Nur den erquickt des Abends Rast der freudig trug des Tages Last.

  15. Nur wer selber ruhig bleibt, kann zur Ruhestätte all dessen werden, was Ruhe sucht.

    Laotse

  16. Die Ruhe ist eine liebenswürdige Frau und wohnt in der Nähe der Weisheit

    Epicharmos

  17. Wer dein Schweigen nicht versteht, versteht auch deine Worte nicht.

    Elbert Green Hubbard

  18. Selig der Mann, der nichts zu sagen hat und davon absieht, diese Tatsache durch Worte zu beweisen.

    George Eliot

  19. All Labsal, was uns hier beschieden, fällt nur im Kampf und Streit uns zu; nur in der Arbeit wohnt der Frieden, und in der Mühe wohnt die Ruh.

    Theodor Fontane

  20. Oft denke ich an den Tod, den herben, und wie am End' ich's ausmach?! Ganz sanft im Schlafe möcht' ich sterben und tot sein, wenn ich aufwach!

    Karl Spitzweg