Sprüche über Ruhe
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In einer lauten und beschleunigten Welt wirkt Ruhe fast wie ein verlorenes Gut. Sie ist weit mehr als Schweigen oder Stillstand, denn in ihr sammeln sich Klarheit, Selbstbeherrschung und die Möglichkeit, wieder bei sich selbst anzukommen. Deshalb gehört dieses Thema zu den stillen Voraussetzungen eines geordneten Lebens.
Echte Ruhe erzwingt sich nicht, sondern entsteht, wenn die Ansprüche einen Moment pausieren und der Blick nach innen Raum gewinnt. Wer sie kennt, weiß, dass in ihr nicht Leere wartet, sondern jene Klarheit, die das Wesentliche vom Flüchtigen trennt – still, aber scharf.
Was keine zeitweilige Pause kennt, ist nicht dauerhaft.
— Ovid
Man sollte nie so viel zu tun haben, dass man zum Nachdenken keine Zeit mehr hat
— Georg Christoph Lichtenberg
Nichts bringt uns auf unserem Weg besser voran als eine Pause.
— Elizabeth Barrett Browning
Nur die Ruhe ist die Quelle jeder großen Kraft.
— Fjodor M. Dostojewski
Ein gesunder Schlaf ist mir lieber als ein Taler.
Beherrsch die hohe Kunst des Schweigens. Viel Reden ist nicht fein. Wer ständig seinen Senf drauf gibt, wird selbst ein Würstchen sein.
Mancher schläft den Hasenschlaf.
Ich brauche keine Hummeln in meinem Bienenkorb.
Wenn der Hund wacht, mag der Hirte schlafen.
Ließe der Dieb das Stehlen, der Hund ließe sein Bellen.
Schlafende Hunde soll man nicht wecken.
Lass den Storch in seinem Nest zufrieden.
Ruhe ist nur durch Arbeit zu gewinnen.
Ein Tor, der kein Wort sagt, unterscheidet sich nicht von einem Gelehrten, der still ist.
— Jean-Baptiste Molière
Nichts bindet den Geist so stark wie Besitz. Die Furcht vor Verlust läßt keinen Frieden, die Hoffnung auf Erwerb keine Ruhe aufkommen.
— August Strindberg
Irrtum erregt, Wahrheit beruhigt.
— Joseph Joubert
Wo eine Frau am Ort, da ist die Ruhe fort.
Die Dummheit des Mannes erkennt man an seinen Worten, die der Frau an ihrem Schweigen. Eine stumme Frau ist dumm, ein schweigsamer Mann kann für bedeutend gehalten werden.
— Sully Prudhomme
In deiner Zelle erlangst du wieder, was du draußen häufig verlierst
— Thomas à Kempis
In der kalten Ruhe liegt die größte Überlegenheit, liegt das beherrschende Element; sie ist aber nur wenigen Menschen eigen.
— Jeremias Gotthelf