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Sprüche über Schicksal

444 Sprüche — Seite 17

Was dem Menschen widerfährt, entzieht sich oft seiner Planung und wird doch im Rückblick als Teil eines größeren Zusammenhangs gedeutet. Schicksal steht für jene Mischung aus Zufall, Notwendigkeit und Deutung, die das Leben geheimnisvoll und bisweilen widersprüchlich erscheinen lässt. Darum fasziniert dieses Thema seit Jahrhunderten.

Sein eigentlicher Kern liegt nicht nur im Geschehen selbst, sondern in der Frage, wie darauf geantwortet wird. Die Sprüche zu diesem Thema beleuchten das Verhältnis von Fügung und Freiheit und zeigen, wie eng äußeres Ereignis und innere Haltung miteinander verknüpft sind.

  1. Nichts von dem Guten, das uns widerfährt, ist selbstverständlich

    Albert Schweitzer

  2. Abschied nehmen bedeutet immer ein wenig sterben.

  3. Es kommt das Leid, es geht die Freud', es kommt die Freud', da geht das Leid - die Tage sind nimmer dieselben.

    Theodor Storm

  4. Ach, meine Lieben! Wie oft im Leben wirft uns das Schicksal seinen tragischen Hut vor die Füße, und wir mögen tun, was wir wollen, Verdruß gibt's doch

    Wilhelm Busch

  5. Abhängigkeit ist das Los der Frauen; Macht ist, wo die Bärte sind.

    Jean-Baptiste Molière

  6. Mögen Sünden und Verlust im Laufe diesen Tages von mir fern gehalten werden.

  7. Wir haben viele Sündenböcke, aber der populärste ist die Vorsehung.

    Mark Twain

  8. Jede Zeit hat ihre Wehen.

    Hermann Ferdinand Freiligrath

  9. Im Grunde ist jedes Unglück gerade nur so schwer, wie man es nimmt.

    Marie von Ebner-Eschenbach

  10. So ist eben das Leben seit jeher, alles gehört dazu: Leid und Trennung und Sehnsucht. Man muss es immer mit allem nehmen und alles gut und schön finden.

    Rosa Luxemburg

  11. Mögen wir in das Gesicht jeder guten Nachricht und auf den Rücken jeder schlechten Nachricht schauen.

  12. Glücks kann sich niemand erwehren

  13. Sich heldenmütig ins Unvermeidliche fügen ist ja auch Weisheit.

    Adolph Kolping

  14. Jeder Mensch ist berufen, hier und jetzt sein Schicksal auf Erden anzunehmen

  15. Das Glück und der Sieg geht um wie die Wacht.

  16. Mache in der heitren Weise deine frohe Lebensreise. Vor Kopfschmerzen und vor Grillen, die das Herz mit Gram erfüllen, vor Brandschaden, Nachtgespenstern, Flöhen und zerschlagenen Fenstern und vo …

  17. Glück ist Talent für das Schicksal.

    Novalis

  18. Was zum Huhn geboren ist, scharrt nimmer vor sich.

  19. Es geschieht ihm wie dem Hündchen von Bretten.

  20. Das Wissen hängt vom Studium ab, durch Taten kommt man zur Vernunft, Wohlstand erreicht man durch Fleiß, der Erfolg jedoch hängt ab vom Schicksal.