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Sprüche über Schicksal

444 Sprüche — Seite 20

Was dem Menschen widerfährt, entzieht sich oft seiner Planung und wird doch im Rückblick als Teil eines größeren Zusammenhangs gedeutet. Schicksal steht für jene Mischung aus Zufall, Notwendigkeit und Deutung, die das Leben geheimnisvoll und bisweilen widersprüchlich erscheinen lässt. Darum fasziniert dieses Thema seit Jahrhunderten.

Sein eigentlicher Kern liegt nicht nur im Geschehen selbst, sondern in der Frage, wie darauf geantwortet wird. Die Sprüche zu diesem Thema beleuchten das Verhältnis von Fügung und Freiheit und zeigen, wie eng äußeres Ereignis und innere Haltung miteinander verknüpft sind.

  1. Krankheiten sind Anfragen. Sie sind auch Aufgaben, Auszeichnungen sogar.

    Charles Lamb

  2. Das Glück ist im Grunde nichts anderes als der mutige Wille, zu leben, indem man die Bedingungen des Lebens annimmt

    Maurice Barrès

  3. Das Schicksal setzt den Hobel an und hobelt alle gleich.

    Ferdinand Raimund

  4. Wir Menschen halten doch immer nur die Fäden in den Händen, das Schicksal aber webt, wie es will.

    Hermann Stehr

  5. Wer Unglück erwartet, bittet darum und wird es auch zweifellos erhalten.

    Prentice Mulford

  6. Bisweilen schmerzt mich anderer Leute Unglück mehr als das eigene

    Francesco Petrarca

  7. Soll ich das stolze, grausame, blinde Glück nicht hassen, das mit uns Menschen nach Willkür spielt?

    Francesco Petrarca

  8. Es gibt ja nichts so Unwilliges wie das Alter.

    Francesco Petrarca

  9. Das ist es, was euch in solches Elend stürzt: Mit dem eigenen Geschick unzufrieden, strebt ein jeder im Geiste nach dem höchsten Glück

    Francesco Petrarca

  10. Was alle trifft, erträgt man leicht

    Karl Wilhelm Ramler

  11. … schneller, wie die Welle steigt und fällt, treibt uns das Schicksal auf dem Meer des Lebens

    Theodor Körner

  12. Der Mensch ist entweder Opfer seines Schicksals oder Meister seiner Bestimmung

    Herbert Spencer

  13. Das Schicksal des Staates hängt vom Zustand der Familie ab.

    Alexandre Vinet

  14. Dass es Unglück in dieser Welt geben muss, sehen wir ein. Wir sehen nur nicht ein, warum das Unglück gerade uns treffen soll

    Otto Weiss

  15. Zwei Hochschulen der Lebensweisheit: Armut – Krankheit

    Otto Weiss

  16. Das Unglück von Tausenden rührt uns weniger als das Unglück eines einzigen.

    Otto Weiss

  17. Bisweilen macht sich das Schicksal über einen armen Teufel lustig, und lässt ihn im Greisenalter reich werden.

    Otto Weiss

  18. Sorg, aber sorge nicht zuviel, es geht doch alles wie Gott es will.

    Julius Wilhelm Zincgref

  19. Der Weise betrachtet Leben und Tod wie Morgen und Abend.

  20. Oft begegnet man seinem Schicksal auf der Straße, die man nahm, um ihm zu entkommen.