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Sprüche über Schicksal

444 Sprüche — Seite 3

Was dem Menschen widerfährt, entzieht sich oft seiner Planung und wird doch im Rückblick als Teil eines größeren Zusammenhangs gedeutet. Schicksal steht für jene Mischung aus Zufall, Notwendigkeit und Deutung, die das Leben geheimnisvoll und bisweilen widersprüchlich erscheinen lässt. Darum fasziniert dieses Thema seit Jahrhunderten.

Sein eigentlicher Kern liegt nicht nur im Geschehen selbst, sondern in der Frage, wie darauf geantwortet wird. Die Sprüche zu diesem Thema beleuchten das Verhältnis von Fügung und Freiheit und zeigen, wie eng äußeres Ereignis und innere Haltung miteinander verknüpft sind.

  1. Gücklicherweise kann der Mensch nur einen gewissen Grad des Unglücks fassen; was darüber hinausgeht, vernichtet ihn oder lässt ihn gleichgültig.

    — Johann Wolfgang von Goethe

  2. Leid adelt den Menschen. Nur wer Leid erträgt, wird Glück erfahren

    — Dalai Lama

  3. Nichts wird uns zum gelassenen Ertragen der uns treffenden Unglücksfälle besser befähigen als die Überzeugung von der Wahrheit.

    — Arthur Schopenhauer

  4. Die Liebe ist wie ein Gewürz. Es kann das Leben versüßen - aber es auch versalzen.

    — Konfuzius

  5. Es ist das Schicksal des Genies, unverstanden zu bleiben. Aber nicht jeder Unverstandene ist ein Genie.

    — Ralph Waldo Emerson

  6. Hoffnung ist der Deckmantel aller Faulheit, die Ausrede des Müßiggängers. Hoffnung ist der Vorwand, die Hände in den Schoß zu legen und seine Sache von der Vorsehung besorgen zu lassen.

    — Gottlieb Moritz Saphir

  7. Widerwärtigkeiten sind Pillen, die man schlucken muss und nicht kauen.

    — Georg Christoph Lichtenberg

  8. Kein altes Übel ist so groß, dass es nicht von einem neuen übertroffen werden könnte.

    — Wilhelm Busch

  9. Fehlplanung ist etwas, was viele Menschen mit Schicksal verwechseln

    — Jean-Baptiste Molière

  10. Auch das Alltagsleben kann eine Tragödie sein.

    — Hans Christian Andersen

  11. Die Menschen denken über die Vorfälle des Lebens nicht so verschieden, als sie darüber sprechen.

    — Georg Christoph Lichtenberg

  12. Es geschieht so oft, dass uns aus scheinbaren Vorzügen Schaden und aus scheinbaren Mängeln das Heil unseres Lebens erwächst.

    — Georg Ebers

  13. Begegne dem, was auf dich zukommt, nicht mit Angst, sondern mit Hoffnung

    — Franz von Sales

  14. Der Mensch rechnet immer das, was ihm fehlt, dem Schicksal doppelt so hoch an als das, was er besitzt.

    — Gottfried Keller

  15. Ach, so lange Haß und Liebe, Furcht und Gier auf Erden schalten, werden sich der Menschheit Lose ähnlich oder gleich gestalten.

    — Friedrich Wilhelm Weber

  16. Man soll immer das Beste hoffen, aber auf das Schlimmste gefasst sein.

  17. Die Traurigkeit ist das Los der tiefen Seelen und der starken Intelligenzen.

    — Alexandre Vinet

  18. Jeder Mensch hat Druckfehler und Schreibfehler. Gegen seine Schreibfehler sei man in Gottes Namen so streng, wie man will. Aber die Druckfehler, die ihm der Druck des Schicksals beigebracht hat, gege …

    — Gottlieb Moritz Saphir

  19. Musst nicht widerstehn dem Schicksal, aber musst es auch nicht fliehen! Wirst du ihm entgegengehn, wird's dich freundlich nach sich ziehen.

    — Johann Wolfgang von Goethe

  20. Vom ersten Schritt, den du unternimmst, hängt der Rest deiner Tage ab.

    — Voltaire