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Sprüche über Schicksal

444 Sprüche — Seite 2

Was dem Menschen widerfährt, entzieht sich oft seiner Planung und wird doch im Rückblick als Teil eines größeren Zusammenhangs gedeutet. Schicksal steht für jene Mischung aus Zufall, Notwendigkeit und Deutung, die das Leben geheimnisvoll und bisweilen widersprüchlich erscheinen lässt. Darum fasziniert dieses Thema seit Jahrhunderten.

Sein eigentlicher Kern liegt nicht nur im Geschehen selbst, sondern in der Frage, wie darauf geantwortet wird. Die Sprüche zu diesem Thema beleuchten das Verhältnis von Fügung und Freiheit und zeigen, wie eng äußeres Ereignis und innere Haltung miteinander verknüpft sind.

  1. Der Charakter des Menschen ist sein Schicksal.

    — Heraklit von Ephesos

  2. Nützen wir den kurzen Tag, der uns gehört. Der nächste bringe dann, was er bringen mag.

    — Horaz

  3. Es gibt nur einen Weg zum Glück und der bedeutet, aufzuhören mit der Sorge um Dinge, die jenseits unseres Einflussvermögens liegen.

    — Epiktet

  4. Sorgen klopfen manchmal an die Tür, aber sie verschwinden wieder, wenn sie von drinnen ein Lachen hören.

  5. Einen Weisen machen weder günstige Umstände übermütig, noch drücken ihn ungünstige nieder Er hat nämlich stets darauf geachtet, den größten Wert auf sein eigenes Selbst zu legen.

    — Seneca

  6. Alles, was dir begegnen wird, ist leider nicht zu vermeiden

    — Sören Kierkegaard

  7. Das Unglück ist es, worauf das Glück beruht. Das Glück ist es, was das Unglück birgt. Wer kennt das Ende ?

  8. Ich will mich aus eigener Kraft bewähren, ich will das Risiko des Lebens selbst tragen, will für mein Schicksal selbst verantwortlich sein, sorge Du, Staat, dafür, dass ich dazu in der Lage bin.

    — Ludwig Erhard

  9. Mag dir dies und das geschehn, lerne still darüber stehn, sieh dir selber schweigend zu, bis das wilde Herz in Ruh.

    — Christian Morgenstern

  10. Wenn der Alltag dir arm erscheint, klage ihn nicht an - klage dich an, dass du nicht stark genug bist, seine Reichtümer zu rufen, denn für den Schaffenden gibt es keine Armut.

    — Rainer Maria Rilke

  11. Das Erste und Wichtigste im Leben ist, dass man sich selbst zu beherrschen sucht, dass man sich mit Ruhe dem Unabänderlichen unterwirft und jede Lage, die beglückende wie die unerfreuliche, als etwa …

    — Wilhelm von Humboldt

  12. Glücklich ist derjenige, dessen Lebensumstände seinem Temperament angepasst sind; höher noch aber steht derjenige, der sein Temperament allen Lebensumständen anzupassen vermag.

    — David Hume

  13. Wer Liebe sucht, findet sie nicht, sie überfällt uns, wenn wir sie am wenigsten erwarten.

    — George Sand

  14. Gewiss ist es fast noch wichtiger, wie der Mensch sein Schicksal nimmt, als wie sein Schicksal ist.

    — Friedrich Wilhelm Heinrich Alexander von Humboldt

  15. Wer nur zurück schaut kann nicht sehen, was auf ihn zukommt.

    — Konfuzius

  16. Manchmal kommt's von allen Seiten. Du fragst: Warum? Bist ganz benommen. Doch du solltest nicht vergessen, dass auch wieder andere Tage kommen!

  17. Mag sein, dass du sehr früh am Morgen aufstehst, aber dein Schicksal ist schon eine Stunde vor dir aufgestanden

  18. Aber hier, wie überhaupt, kommt es anders, als man glaubt.

    — Wilhelm Busch

  19. Den Dingen, mit denen du durch das Schicksal verkettet bist, denen passe dich an. Und die Menschen, mit denen dich das Geschick zusammengestellt hat, die habe lieb, aber von ganzem Herzen

    — Mark Aurel

  20. Was dir auch zustößt, es war dir von Ewigkeit her vorbestimmt.

    — Mark Aurel