Sprüche über Sorgen
393 Sprüche — Seite 13
Was noch nicht eingetreten ist, kann das Herz oft stärker bedrängen als das Wirkliche selbst. Sorgen kreisen um Verlust, Unsicherheit und mögliche Gefahren und zeigen damit, wie eng Denken und Empfinden verflochten sind. Deshalb ist dieses Thema so alltäglich und zugleich so tief in der menschlichen Verletzlichkeit verankert.
Ihr Problem liegt darin, dass sie selten lösen, was sie unablässig bewegen. Die Sprüche zu diesem Thema fassen die Last des Vorausdenkens in Worte und erinnern daran, dass Vertrauen, Maß und Gegenwart oft heilsamer sind als endloses Grübeln.
Nicht, dass man dich nicht kennt, sei deine Sorge, sorge dafür, dass du des Kennens wert bist.
— Konfuzius
Wissen sollte man durch Weisheit ersetzen, dadurch wird Sorge schwinden. Alles nur mit dem Verstand zu erfassen wollen, wird Weisheit vertreiben.
Arznei vertreibt eingebildete Krankheiten, doch Wein nicht wirklichen Kummer.
Der Beruf ist eine Schutzwehr, hinter welche man sich erlaubterweise zurückzieht, wenn Bedenken und Sorgen allgemeiner Art einen anfallen.
— Friedrich Nietzsche
Auch der ärmste Mensch kann zuletzt den Hunger und die Sorge nicht mehr ertragen, und leider macht er dann keine schriftlichen Eingaben an die Behörden, sondern er schlägt mit der Faust an die Tür der …
— Wilhelm Raabe
Mitleid eines Mannes zu einer leidenden Frau ist immer Zärtlichkeit.
— Stefan Zweig
Die Tür des Arztes soll niemals verschlossen, die des Geistlichen immer offen sein.
— Victor-Marie Hugo
Manche Ehe ist ein Zellengefängnis der Sorge
— Peter Hille
Wenn es auch düstere Tage in meinem Leben gab, würde ich doch nicht wollen, dass man mich zu den Unglücklichen zählt.
— Vincent van Gogh
Das Grämen vor der Zeit halte ich für ein sehr unnützes Geschäft
— Katharina Elisabeth Goethe
Kummer lässt sich allein tragen. Für das Glück sind zwei Menschen erforderlich.
— Elbert Green Hubbard
Die Schwierigkeiten wachsen, je näher man ans Ziel kommt.
— Alfred Nobel
Durch Frauen werden die Höhepunkte des Lebens bereichert und die Tiefpunkte vermehrt.
— Friedrich Nietzsche
Aber wehe, wehe, wehe! Wenn ich auf das Ende sehe!
— Wilhelm Busch
Am schwersten sind Mißgeschicke zu ertragen, zu denen es nie gekommen ist.
— James Russell Lowell
Wo viele zarte Hände walten - na, das ist so wie es ist! Kellerschlüssel, Bodenschlüssel führen leicht zu Zank und Zwist.
— Wilhelm Busch
Nach der Tag weiss der Gimpel Rat.
Alles Böse läßt sich im Anfang noch leicht unter Kontrolle bringen. Wenn es aber länger andauert, hält es sich meist allzu zähe.
— Marcus Tullius Cicero
Freundschaft - ein Schiff, groß genug, um bei gutem Wetter zwei Menschen, bei schlechtem aber nur einen zu tragen.
— Ambrose Bierce
Wer Freude und Glück aus vollen Herzen, aber nobel empfindet, trägt auch den Kummer edel und fest.
— Gottfried Keller