Sprüche über Sorgen
393 Sprüche — Seite 8
Was noch nicht eingetreten ist, kann das Herz oft stärker bedrängen als das Wirkliche selbst. Sorgen kreisen um Verlust, Unsicherheit und mögliche Gefahren und zeigen damit, wie eng Denken und Empfinden verflochten sind. Deshalb ist dieses Thema so alltäglich und zugleich so tief in der menschlichen Verletzlichkeit verankert.
Ihr Problem liegt darin, dass sie selten lösen, was sie unablässig bewegen. Die Sprüche zu diesem Thema fassen die Last des Vorausdenkens in Worte und erinnern daran, dass Vertrauen, Maß und Gegenwart oft heilsamer sind als endloses Grübeln.
Lass den Kopf nicht hängen, habe frohen Mut, einst wird's wieder heller, einst wird's wieder gut.
Es ist törricht, sich im Kummer die Haare zu raufen, denn noch niemals ist Kahlköpfigkeit ein Mittel gegen Probleme gewesen
— Mark Twain
Man löst keine Probleme, indem man sie aufs Eis legt
— Winston Churchill
Sind die Hindernisse auf dem Weg auch hoch und scheinen unüberwindbar, wer gar nicht erst losgeht, wird sie nie überwinden.
Ein großer Teil der Sorgen besteht aus unbegründeter Furcht.
— Jean-Paul Sartre
Die Zukunft ist eine undankbare Person, die grad' nur die quält, die sich recht sorgsam um sie kümmern.
— Johann Nepomuk Nestroy
Mit dreckigem Wasser kann man sich nicht sauber waschen.
Es schwinden jedes Kummers Falten, so lang des Liedes Zauber walten.
— Friedrich von Schiller
Wo man das Recht hinauswirft, kommt der Schrecken zur Tür herein
Unsere Zeit vergeht geschwind, nimm die Stunden, wie sie sind, sind sie bös, lass sie vorüber, sind sie gut, dann freu dich drüber. Trockne Tränen, schenke Lachen, glücklich sein heißt, glücklich …
Wenn die Hoffnung aufwacht, legt sich die Verzweiflung schlafen
Es ist schon komisch, dass ein Mann, der sich um nichts auf der Welt Sorgen machen muss, hingeht und eine Frau heiratet.
— William Somerset Maugham
Sorget nicht für morgen, es ist genug, dass jeder Tag seine eigene Sorge habe.
Ein Narr, wem die Zukunft gesichert erscheint! Oft lacht noch am Freitag, wer Sonntag schon weint.
— Jean Racine
Du meinst du bist am Ende, am Ende bist du nicht, du musst nur durch das Dunkel, danach wird's wieder licht
Lass' Dich nicht von dem beunruhigen, was erst noch kommen soll! Wenn es Dir bestimmt ist, wirst Du die Zukunft schon erleben - im Besitz der gleichen geistigen Kräfte, mit denen Du jetzt die Ge …
— Mark Aurel
Wie beim Reiten: Nicht auf das Hindernis, sondern darüber schauen.
— Hugo von Hofmannsthal
In meinem Leben habe ich unvorstellbar viele Katastrophen erlitten. Die meisten davon sind nie eingetreten.
— Mark Twain
Was uns den Weg verlegt, bringt uns voran.
Wenn dein Leiden sich mehrt, so mehrt sich die Kraft, es zu tragen.
— Johann Kaspar Lavater