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Sprüche über Sorgen

393 Sprüche — Seite 4

Was noch nicht eingetreten ist, kann das Herz oft stärker bedrängen als das Wirkliche selbst. Sorgen kreisen um Verlust, Unsicherheit und mögliche Gefahren und zeigen damit, wie eng Denken und Empfinden verflochten sind. Deshalb ist dieses Thema so alltäglich und zugleich so tief in der menschlichen Verletzlichkeit verankert.

Ihr Problem liegt darin, dass sie selten lösen, was sie unablässig bewegen. Die Sprüche zu diesem Thema fassen die Last des Vorausdenkens in Worte und erinnern daran, dass Vertrauen, Maß und Gegenwart oft heilsamer sind als endloses Grübeln.

  1. Wenn man die Kleider auszieht, soll man auch die Sorgen ausziehen.

  2. Kein altes Übel ist so groß, dass es nicht von einem neuen übertroffen werden könnte.

    Wilhelm Busch

  3. Wer sich nachts zu lange mit den Problemen von morgen beschäftigt, ist am nächsten Tag zu müde, sie zu lösen.

    Rainer Haak

  4. Wer mit Sorgen einschläft, kann genau so gut mit Hut und Mantel ins Bett gehen.

    Rainer Haak

  5. Was den Menschen vom Tier unterscheidet, sind seine Geldsorgen.

    Jules Renard

  6. Es hat keinen Sinn, Sorgen im Alkohol ertränken zu wollen, denn Sorgen sind gute Schwimmer.

    Robert Musil

  7. Was auch kommen mag, sei ohne Sorgen! Nach jeder Nacht kommt ein neuer Morgen. In jedes Dunkel kommt mal ein Licht, das hell und strahlend durch Wolken bricht.

  8. Dass die Vögel des Kummers und der Sorge über deinem Haupt fliegen, kannst du nicht ändern. Aber dass sie Nester in deinem Haar bauen, das kannst du verhindern.

  9. Kleine Kinder, kleine Sorgen, große Kinder, große Sorgen

  10. Endlich weiß ich, was den Menschen vom Tier unterscheidet: Geldsorgen.

    Jules Renard

  11. Die Sache der Tiere steht höher für mich als die Sorge, mich lächerlich zu machen, sie ist unlösbar verknüpft mir der Sache der Menschen.

    Emile Zola

  12. In unserer Jugend schuften wir wie Sklaven, um etwas zu erreichen, wovon wir im Alter sorglos leben könnten; und wenn wir alt sind, sehen wir, dass es zu spät ist, so zu leben.

    Alexander Pope

  13. Ein Mensch, der leidet, bevor es nötig ist, leidet mehr als nötig ist.

    Seneca

  14. Unser Verlangen nach Lust verknüpft uns der Gegenwart. Die Sorge um unser Heil macht uns von der Zukunft abhängig.

    Charles Baudelaire

  15. Es gibt keinen Menschen ohne Kummer. Gibt es einen solchen, dann ist er kein Mensch.

  16. Ein gutes Leben hat nur selten einen Menschen ruiniert. Was den Menschen ruiniert, glaubt mir, sind die dummen Geschäfte.

    Carl Fürstenberg

  17. Bei den Kindern findet man Tränen ohne Kummer, bei älteren Menschen Kummer ohne Tränen.

    Joseph Roux

  18. Man soll immer das Beste hoffen, aber auf das Schlimmste gefasst sein.

  19. Sorgen sind wie Gespenster: Wer sich nicht vor ihnen fürchtet, dem können sie nichts anhaben

  20. Die alltäglichen Aufgaben und Schwierigkeiten sind gerade die, an denen man reift