Sprüche über Sorgen
393 Sprüche — Seite 3
Was noch nicht eingetreten ist, kann das Herz oft stärker bedrängen als das Wirkliche selbst. Sorgen kreisen um Verlust, Unsicherheit und mögliche Gefahren und zeigen damit, wie eng Denken und Empfinden verflochten sind. Deshalb ist dieses Thema so alltäglich und zugleich so tief in der menschlichen Verletzlichkeit verankert.
Ihr Problem liegt darin, dass sie selten lösen, was sie unablässig bewegen. Die Sprüche zu diesem Thema fassen die Last des Vorausdenkens in Worte und erinnern daran, dass Vertrauen, Maß und Gegenwart oft heilsamer sind als endloses Grübeln.
Sorgen sind ein Missbrauch der Phantasie.
Für die Dinge die wir umsonst bekommen, zahlen wir manchmal den höchsten Preis.
Halte dir jeden Tag 30 Minuten für deine Sorgen frei, und in dieser Zeit mache ein Nickerchen.
— Abraham Lincoln
Mit Mühen und Beschwerden wird man allein fertig, aber die Freude muss man teilen.
— Henrik Johan Ibsen
Wir müssen aus unseren Sorgen für den Anderen Gebete werden lassen.
— Dietrich Bonhoeffer
Bist du einmal gar zu traurig, weil das Leben ach so schaurig, dann bedenk, dass deine Sorgen spätestens schon übermorgen halb so schlimm wie heute scheinen und kein Anlass mehr zu weinen.
Wenn du anfängst, dich denen aufzuopfern, die du liebst, wirst du damit enden, die zu hassen, denen du dich aufgeopfert hast.
— George Bernard Shaw
Wir fühlen den Schmerz, aber nicht die Schmerzlosigkeit; die Sorge, aber nicht die Sorglosigkeit; die Furcht, aber nicht die Sicherheit.
— Arthur Schopenhauer
Es ist gut, die Sorgen so zu behandeln, als ob sie nicht da wären: das einzige Mittel, ihnen ihre Wichtigkeit zu nehmen.
— Rainer Maria Rilke
Ein Tag voller Sorgen dauert länger als ein Monat Freude
Lebe heute - vergiss die Sorgen der Vergangenheit.
— Epikur
Der Tag geht zu Ende Überdenke noch einmal, was er dir an Sorgen gebracht hat. Ein Paar davon behalte, die anderen wirf weg.
Öffne ab und zu das Fenster deiner Seele, damit die Sorgen hinaus können und die Sonne herein.
— Rainer Haak
Wer das Licht der Welt erblickt, wird das Dunkel schon noch kennen lernen.
— Joachim Ringelnatz
Wer den Wind sät, wird den Sturm ernten.
Wer sich zu tief in den Dreck rein wagt, der bekommt die Schuhe voll.
Die Sorge geziemt dem Alter, damit die Jugend eine Zeitlang sorglos sein könne.
— Johann Wolfgang von Goethe
Wer Freude hat am Klagen, wird immer etwas zum Klagen finden.
— Jeremias Gotthelf
Fröhlich ist, wer lacht und singt, auch wenn das Leben Sorgen bringt
Was den Menschen vom Tier unterscheidet, sind seine Geldsorgen.
— Jules Renard