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Sprüche über Sorgen

401 Sprüche — Seite 5

Was noch nicht eingetreten ist, kann das Herz oft stärker bedrängen als das Wirkliche selbst. Sorgen kreisen um Verlust, Unsicherheit und mögliche Gefahren und zeigen damit, wie eng Denken und Empfinden verflochten sind. Deshalb ist dieses Thema so alltäglich und zugleich so tief in der menschlichen Verletzlichkeit verankert.

Ihr Problem liegt darin, dass sie selten lösen, was sie unablässig bewegen. Die Sprüche zu diesem Thema fassen die Last des Vorausdenkens in Worte und erinnern daran, dass Vertrauen, Maß und Gegenwart oft heilsamer sind als endloses Grübeln.

  1. Es hat keinen Sinn, Sorgen im Alkohol ertränken zu wollen, denn Sorgen sind gute Schwimmer.

    Robert Musil

  2. Ein Mensch, der leidet, bevor es nötig ist, leidet mehr als nötig ist.

    Seneca

  3. Bei den Kindern findet man Tränen ohne Kummer, bei älteren Menschen Kummer ohne Tränen.

    Joseph Roux

  4. Ein gutes Leben hat nur selten einen Menschen ruiniert. Was den Menschen ruiniert, glaubt mir, sind die dummen Geschäfte.

    Carl Fürstenberg

  5. Sorgen sind wie Gespenster: Wer sich nicht vor ihnen fürchtet, dem können sie nichts anhaben

  6. Die alltäglichen Aufgaben und Schwierigkeiten sind gerade die, an denen man reift

  7. Sei besorgt um deinen Namen, denn er begleitet dich treuer als tausend goldene Schätze.

  8. Wenn die Hoffnung aufwacht, legt sich die Verzweiflung schlafen

  9. Wem Mutter Natur ein Gärtchen gibt und Rosen, dem gibt sie auch Raupen und Blattläuse, damit er's verlernt, sich über Kleinigkeiten zu entrüsten.

    Wilhelm Busch

  10. Zu dir, Herr, erhebe ich meine Seele. Mein Gott, auf dich vertraue ich.

  11. Klage nicht zu sehr über einen kleinen Schmerz; das Schicksal könnte ihn durch einen größeren heilen.

    Christian Friedrich Hebbel

  12. Sorgen soll man nicht mit ins Bett nehmen.

    Ovid

  13. Jammere nicht über ein Unglück, das noch gar nicht eingetroffen ist.

  14. Sich Sorgen zu machen heißt, die Wolken von morgen über die Sonne von heute zu ziehen.

  15. Wenn man von Bargeld lebt, kennt man die Ufer des Meeres, das man tagein, tagaus zu befahren hat, Kredit führt einen in dieser Beziehung in die Wüste, deren Ende nicht abzusehen ist.

    Anton Tschechow

  16. Neid ist die frevlerische Sorge um das Wohl deines Nachbarn

    Ferdinand Lassalle

  17. Vorurteile und all die Gemeinheiten und Widrigkeiten des Alltags sind notwendig, denn sie werden zu guter Letzt zu irgend etwas Brauchbarem verarbeitet wie der Dünger zu fruchtbarem Humus.

    Anton Tschechow

  18. Wenn ein Problem gelöst werden kann, ist es sinnlos, sich Gedanken zu machen, wenn es nicht gelöst werden kann, sind Gedanken auch nicht gut.

  19. Alle Hindernisse und Schwierigkeiten sind Stufen, auf denen wir in die Höhe steigen

    Friedrich Nietzsche

  20. Mach der Mama keine Sorgen, und dem Papa keinen Schmerz, denn vielleicht schon morgen, stirbt ihr liebes Herz.