Sprüche über Sorgen
393 Sprüche — Seite 9
Was noch nicht eingetreten ist, kann das Herz oft stärker bedrängen als das Wirkliche selbst. Sorgen kreisen um Verlust, Unsicherheit und mögliche Gefahren und zeigen damit, wie eng Denken und Empfinden verflochten sind. Deshalb ist dieses Thema so alltäglich und zugleich so tief in der menschlichen Verletzlichkeit verankert.
Ihr Problem liegt darin, dass sie selten lösen, was sie unablässig bewegen. Die Sprüche zu diesem Thema fassen die Last des Vorausdenkens in Worte und erinnern daran, dass Vertrauen, Maß und Gegenwart oft heilsamer sind als endloses Grübeln.
Kummer unausgesprochen hat schon manches Herz gebrochen. Mit Geschwüren, die man nicht kratzen kann, ist man am allerschlimmsten dran.
Lass nur die Sorge sein, das gibt sich alles schon; und fällt der Himmel ein, kommt doch eine Lerche davon.
— Johann Wolfgang von Goethe
Der brave Mensch grämt sich weit mehr über ein Unrecht, das er getan hat, als über ein solches, das ihm angetan wurde.
— Berthold Auerbach
Vertage die Sorgen bis auf morgen, eh du's gedacht, kommt Hilfe über Nacht.
— Theodor Fontane
Geld macht nicht glücklich, aber man wird besser mit dem Unglück fertig, wenn man nicht arm ist
Von allen meinen Sorgen sind die meisten gar nicht eingetroffen. Aber jedes Lachen, das meine Freunde mir brachten, hat mein Leben gesünder gemacht.
Gegen Liebe hilft kein Wehren, wie die Dichter dichten. Liebe kann höchstes Glück bescheren, sie kann dich auch vernichten!
Wer sich zum Esel macht, dem wird aufgepackt.
Ist schwierig der Fall, beschlaf' ihn erst mal.
Gedanken, die uns kommen, sind besser als solche, die wir uns machen.
— Joseph Joubert
Auf jedes Leben muss etwas Regen fallen. Manche Tage müssen dunkel und trübe sein.
— Henry Wadsworth Longfellow
Das Leben ist eine Brücke von Seufzern über einen Strom von Tränen.
— Philip James Bailey
Das schwere Herz wird nicht durch Worte leicht.
— Friedrich von Schiller
Eine Menge Sorgen liegen wie ein Schuldgefühl auf dem Gewissen, so dass ein Geschäftsmann oft das Auftreten, die Verwirrung, Ruhelosigkeit und Gehetztheit eines Kriminellen besitzt.
— William Hazlitt
Alle Sorgen nur auf morgen! Sorgen sind für morgen gut.
— Johann Wolfgang von Goethe
Es gibt keine Seele, die nicht ihr Wattenmeer hätte, in dem zu Zeiten der Ebbe jedermann spazieren gehen kann.
— Christian Morgenstern
Was der Mutter ans Herz geht, das geht dem Vater nur an die Knie.
— Horatio Nelson
Wirf jeden Tag Ballast ab, der deine Seele beschwert - eine Furcht, einen Ärger, eine Enttäuschung, eine Trägheit
Unsäglich Schweres wird von mir verlangt. Aber die Mächte, die mich so verpflichten, sind auch bereit, mich langsam aufzurichten, so oft mein Herz behängt mit den Gewichten der Demut hoch in ihren …
— Rainer Maria Rilke
Hindernisse sind jene furchtbaren Dinge, die du siehst, sobald du den Blick von deinem Ziel abwendest.
— Henry Ford