Sprüche über Sorgen
393 Sprüche — Seite 16
Was noch nicht eingetreten ist, kann das Herz oft stärker bedrängen als das Wirkliche selbst. Sorgen kreisen um Verlust, Unsicherheit und mögliche Gefahren und zeigen damit, wie eng Denken und Empfinden verflochten sind. Deshalb ist dieses Thema so alltäglich und zugleich so tief in der menschlichen Verletzlichkeit verankert.
Ihr Problem liegt darin, dass sie selten lösen, was sie unablässig bewegen. Die Sprüche zu diesem Thema fassen die Last des Vorausdenkens in Worte und erinnern daran, dass Vertrauen, Maß und Gegenwart oft heilsamer sind als endloses Grübeln.
Die Schmerzen, die Sorgen, sind Gefährtinnen der Nacht, die Unruhe ist ihre Tochter, trotz aller Stille.
— Paul Keller
Möge der Himmel dich bewahren vor Gefahren, Schmerzen und Pein. Möge stets ein kleiner Schutzengel deines lieben Lebens Hüter sein
Das Leben gibt, das Leben nimmt, geht seinen Lauf wie's vorbestimmt. Es führt ins Glück, es führt durchs Leid, es währet alles seine Zeit! Und wenn die Welt voll Trübsal ist, du regelrecht verzwe …
Ein Geschäft eröffnen, ist leicht. Schwer ist, es geöffnet zu halten.
Hast du Kummer, Liebesschmerz, drück 'nen Maßkrug Bier ans Herz.
Zerre deine Gedanken weg von deinen Sorgen, an den Ohren, den Füßen oder auf sonst eine Art, die dir recht ist. Das ist das Gesündeste, was ein Körper tun kann.
— Mark Twain
Geduld und Zähigkeit helfen uns in schlimmen Tagen viel mehr, als Kraft und Raserei.
— Jean de La Fontaine
Wenn ganz ohne Sorgen die Tage verschweben, das ist ein hohles, ein halbes Leben, doch glücklich ist der begnadete Mann, der seine Sorgen sich wählen kann.
— Oscar Blumenthal
Streue nur gute Körner aus und sorge nicht, was aus ihnen wird
— Theodor Fontane
Ach, meine Lieben! Wie oft im Leben wirft uns das Schicksal seinen tragischen Hut vor die Füße, und wir mögen tun, was wir wollen, Verdruß gibt's doch
— Wilhelm Busch
Jede Zeit hat ihre Wehen.
— Hermann Ferdinand Freiligrath
In der Ehe kann man die Sorgen teilen, die man allein gar nicht hätte
Ihm ruhen noch im Zeitschoße die schweren und die heitren Lose. Der Mutterliebe zarte Sorgen bewachen seinen goldenen Morgen.
— Friedrich von Schiller
Nimm alles leicht! Das Träumen lass' und Grübeln! So bleibst du wohlbewahrt von allen Übeln
— Ludwig Uhland
Alles hat seine Zeit, die Zeit der Liebe, der Freude und des Glücks, die Zeit des Sorgens und des Leids. Es ist vorbei. Die Liebe bleibt.
Warum gleich lumpig einhergehn und es jedermann merken lassen, dass die Bilanzen ein Defizit aufweisen?
— Wilhelm Busch
Getrost! Was krumm ward oft noch grad, oft über Nacht kam guter Rat.
— Eduard Mörike
Was uns das neue Jahr wohl bringt? Ihr glaubt an manches Wunderbare! Doch hört, wie diese Frage klingt: Was bringen wir dem neuen Jahre?
Auch im Übel liegt ein Preis, Wer ihn nur zu finden weiß.
— Albrecht von Haller
Kleine Töpfe kochen leicht über.