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Sprüche über Wirklichkeit

422 Sprüche — Seite 11

Zwischen dem, was erhofft wird, und dem, was sich tatsächlich zeigt, liegt die Wirklichkeit. Sie kann ernüchtern, berichtigen, trösten oder herausfordern und zwingt den Menschen dazu, Illusion und Wahrheit auseinanderzuhalten. Gerade deshalb ist dieses Thema nicht trocken, sondern voller Spannungen und tiefer Lebensfragen.

Ihr eigentliches Gewicht entfaltet sich dort, wo sie nicht nur als äußere Gegebenheit, sondern auch als innere Deutung erscheint. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen, dass Wirklichkeit nie ganz unabhängig vom Blick des Menschen gedacht werden kann.

  1. Leute, die sich in ihren Begriffen von der Freundschaft nicht höher schwingen können, als dass sie alle guten Bekannten für Freunde halten, denken, dass nichts gewöhnlicher in der Welt als die Freunds …

    Friedrich Gottlieb Klopstock

  2. Sei wie du bist, immer ganz und immer derselbe.

    Adolph Freiherr von Knigge

  3. Nirgends kann das Leben so roh wirken wie konfrontiert mit edler Musik.

    Christian Morgenstern

  4. Mein Herz im Traume Wunder sieht, was nie geschah und nie geschieht

    Bernhard Freidank

  5. Der Sinn des Reisens besteht darin, die Vorstellungen mit der Wirklichkeit auszugleichen, und anstatt zu denken, wie die Dinge sein könnten, sie so zu sehen, wie sie sind.

    Samuel Johnson

  6. Nicht der Einzelne verändert die Wirklichkeit, die Wirklichkeit wird von allen verändert. Die Wirklichkeit sind wir alle, und wir sind immer nur Einzelne.

    Friedrich Dürrenmatt

  7. Man liebt sich in der Dämmerung, heiratet bei Kerzenschein, aber zusammen leben muss man bei Tageslicht.

  8. Wenn kein Gott existierte, müsste man ihn erfinden; doch er existiert! Die ganze Natur ruft es uns zu.

    Voltaire

  9. Der Ausdruck "ein Wunder" entlockt mir immer ein inneres Lächeln über den Mangel an Logik; denn in jeder Minute sehen wir Wunder und nichts als solche.

    Otto von Bismarck

  10. Wenn wir es recht überdenken, so stecken wir doch alle nackt in unseren Kleidern.

    Christian Johann Heinrich Heine

  11. Was das Auge nicht sieht, bekümmert das Herz nicht.

  12. Denn die Liebe ist der Erkenntnis Ende; wo also die Erkenntnis aufhört, nämlich bei jenem Wirklichen selbst, das durch ein anderes erkannt wird, da kann die Liebe sogleich beginnen.

    Thomas von Aquin

  13. Die meisten jagen so sehr dem Genusse nach, dass sie an ihm vorbeilaufen.

    Sören Kierkegaard

  14. Viele suchen ihr Glück, wie sie einen Hut suchen, den sie auf dem Kopf tragen.

    Nikolaus Lenau

  15. Nicht der einzelne ändert die Wirklichkeit, die Wirklichkeit wird von allen verändert

    Friedrich Dürrenmatt

  16. Es gibt keinen Weg in den Himmel und kein Tor in die Erde.

  17. Der Mensch wird nicht für seine Sünden bestraft, sondern durch sie

    Elbert Green Hubbard

  18. Der ist ein Narr, der sich an der Vergangenheit die Zähne ausbricht, denn sie ist ein Granitblock und hat sich vollendet.

    Antoine de Saint-Exupéry

  19. Die Gegenwart ist die einzige Zeit, die uns wirklich gehört.

    Blaise Pascal

  20. Was Schicksal ist, läßt sich nicht definieren, nur sehend erleben.

    Oswald Spengler