gratis-spruch.de Logogratis-spruch.de

Sprüche über Wirklichkeit

422 Sprüche — Seite 7

Zwischen dem, was erhofft wird, und dem, was sich tatsächlich zeigt, liegt die Wirklichkeit. Sie kann ernüchtern, berichtigen, trösten oder herausfordern und zwingt den Menschen dazu, Illusion und Wahrheit auseinanderzuhalten. Gerade deshalb ist dieses Thema nicht trocken, sondern voller Spannungen und tiefer Lebensfragen.

Ihr eigentliches Gewicht entfaltet sich dort, wo sie nicht nur als äußere Gegebenheit, sondern auch als innere Deutung erscheint. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen, dass Wirklichkeit nie ganz unabhängig vom Blick des Menschen gedacht werden kann.

  1. Alles ist schon einmal gesagt worden, aber da niemand zuhört, muß man es immer wieder sagen

    André Gide

  2. Wir spielen unsere Gedanken gegeneinander aus, in Wirklichkeit unsere Temperamente.

    Christian Morgenstern

  3. Sehr viele und vielleicht die meisten Menschen müssen, um etwas zu finden, erst wissen, dass etwas da ist.

    Georg Christoph Lichtenberg

  4. Für seine Prinzipien kann man leichter kämpfen, als nach ihnen leben.

    Alfred Adler

  5. Kunst ist die Technik der Gefühlsmanipulierung im Verhältnis zur Wirklichkeit.

    David Herbert Lawrence

  6. Zwischen Wissen und Tun liegen tiefe Klüfte, welche nur das Genie rücksichtslos überfliegt.

    Heinrich Laube

  7. Tatsachen hören nicht auf zu existieren, nur weil sie ignoriert werden

    Thomas Henry Huxley

  8. Die Tragödie der Wissenschaft - das Erschlagen einer schönen Hypothese durch eine hässliche Tatsache.

    Thomas Henry Huxley

  9. Der Utopist sieht das Paradies, der Realist das Paradies plus Schlange

    Christian Friedrich Hebbel

  10. Erdachtes mag zu denken geben, doch nur Erlebtes wird beleben.

    Paul Johann Ludwig von Heyse

  11. Ein Mann glaubt nur das, was er sieht, riecht oder anfasst. Eine Frau glaubt nur das, was sie empfindet.

    Auguste Renoir

  12. Wir sollten weder im Zorn zurückschauen, noch furchtsam nach vorn, sondern mit offenen Augen umherblicken.

    James Thurber

  13. Wir halten oft manchen Menschen wegen seiner Mängel und Fehler für unglücklich, ich aber sage, dass derjenige der unglücklichste Mensch ist, welchem kein Mensch gefällt

    Abraham a Sancta Clara

  14. Es hilft nichts, das Unvollkommene heutiger Wirklichkeit zu höhnen oder das Absolute als Tagesprogramm zu predigen. Lasst uns stattdessen durch Kritik und Mitarbeit die Verhältnisse Schritt für Schrit …

    Gustav Walter Heinemann

  15. Reißt den Menschen aus seinen Verhältnissen, und was er dann ist, nur das ist er.

    Johann Gottfried Seume

  16. Um mit Nutzen zu lesen, muss man seine Aufmerksamkeit bis zu dem Grade anspannen, dass man die Gedanken wie etwas mit leiblichen Augen Angeschautes vor sich sieht.

    Joseph Joubert

  17. Die Erfindung der Gesetze der Zahlen ist aufgrund des ursprünglich schon herrschenden Irrtums gemacht, dass es mehrere gleiche Dinge gebe, aber tatsächlich gibt es nichts Gleiches.

    Friedrich Nietzsche

  18. Um überhaupt etwas zu sehen, muss man den Sand aus den Augen kriegen, den die Gegenwart ständig hineinstreut.

    Hugo von Hofmannsthal

  19. Alles, was ein Mensch sich vorstellen kann, werden andere Menschen verwirklichen.

    Jules Verne

  20. Vögel im Käfig sprechen nur vom Fliegen. Freie Vögel fliegen einfach.