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Sprüche über Wirklichkeit

422 Sprüche — Seite 12

Zwischen dem, was erhofft wird, und dem, was sich tatsächlich zeigt, liegt die Wirklichkeit. Sie kann ernüchtern, berichtigen, trösten oder herausfordern und zwingt den Menschen dazu, Illusion und Wahrheit auseinanderzuhalten. Gerade deshalb ist dieses Thema nicht trocken, sondern voller Spannungen und tiefer Lebensfragen.

Ihr eigentliches Gewicht entfaltet sich dort, wo sie nicht nur als äußere Gegebenheit, sondern auch als innere Deutung erscheint. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen, dass Wirklichkeit nie ganz unabhängig vom Blick des Menschen gedacht werden kann.

  1. Wir leben immer in einer Welt, die wir uns selbst einbilden.

    Johann Gottfried Herder

  2. Das Leben besteht nicht nur in der Hauptsache aus Tatsachen und Geschehnissen. Es besteht im wesentlichen aus dem Sturm der Gedanken, der jedem durch den Kopf tobt.

    Mark Twain

  3. Ein Reporter ist ein Schreiber, der den Weg zur Wahrheit errät und ihn mit einem Wolkenbruch von Worten verschüttet.

    Ambrose Bierce

  4. Wer in einem blühenden Frauenkörper das Skelett zu sehen vermag, ist ein Philosoph.

    Kurt Tucholsky

  5. Ein Mädchen, das vor zu vielen Dingen errötet, hat deren zu viele kennen gelernt.

  6. Die Menschen geben vor, mehr zu trauern, als sie tatsächlich tun, und das vermindert ihre Trauer.

    Jonathan Swift

  7. Es steht mancher vor seinem Glück und ist unfähig, es zu begreifen.

    Martin Kessel

  8. Illusionen sind Krankheiten wovon man leider immer geheilt wird.

    Peter Sirius

  9. Theoretisch sind wir alle entschlossen, das Leben zu genießen, aber die Praxis ist schwierig.

    Charles Lamb

  10. Lüge, von Hunderten wiederholt, wird nicht Wahrheit.

    Hermann Stehr

  11. Unsere Taten sind manchmal besser als unsere Gedanken.

    Philip James Bailey

  12. Was wir um Christi willen aufgeben, ist unser Gewinn, was wir zurückbehalten, ist in Wirklichkeit Verlust.

    James Hudson Taylor

  13. Vielleicht, wenn man herausfände, wie man leben sollte, würde man davon lernen, was es eigentlich bedeutet.

    Ernest Miller Hemingway

  14. Die Menschen glauben, sich mit etwas Wichtigem zu befassen, befassen sich aber nur mit der Fresserei.

    Leo Tolstoi

  15. Dass der Verstand erst mit den Jahren kommt, sieht man nicht eher ein, als bis der Verstand und die Jahre da sind.

    Jean Paul

  16. Wir müssen nicht glauben, dass alle Wunder der Natur nur in anderen Ländern und Weltteilen seien. Sie sind überall. Aber diejenigen, die uns umgeben, achten wir nicht, weil wir sie von Kindheit an, tä …

    Johann Peter Hebel

  17. Die Mittelmäßigkeit wiegt immer richtig, nur ist ihre Waage falsch.

    Anselm Feuerbach

  18. Das Kind wird erwachsen - drei Jahre früher, als die Eltern glauben und drei Jahre später, als es selbst glaubt.

  19. Gewiß, es ist gut, daß wir die nicht immer kennen, für die wir arbeiten.

    Johann Wolfgang von Goethe

  20. Manche Menschen träumen von großen Taten. Andere sind wach und führen sie aus.