Sprüche über Wirklichkeit
422 Sprüche — Seite 3
Zwischen dem, was erhofft wird, und dem, was sich tatsächlich zeigt, liegt die Wirklichkeit. Sie kann ernüchtern, berichtigen, trösten oder herausfordern und zwingt den Menschen dazu, Illusion und Wahrheit auseinanderzuhalten. Gerade deshalb ist dieses Thema nicht trocken, sondern voller Spannungen und tiefer Lebensfragen.
Ihr eigentliches Gewicht entfaltet sich dort, wo sie nicht nur als äußere Gegebenheit, sondern auch als innere Deutung erscheint. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen, dass Wirklichkeit nie ganz unabhängig vom Blick des Menschen gedacht werden kann.
Du hältst dich für den Ersten, für den Einzigen. Bist du der Einzige, wie kannst du der Erste sein? Bist du der Erste, wie kannst du der Einzige sein?
— Gottlieb Moritz Saphir
Alles, was dir begegnen wird, ist leider nicht zu vermeiden
— Sören Kierkegaard
Alles ist möglich und auch das Gegenteil von allem.
— Jean de la Bruyère
Weltverbesserer gibt es genug, aber einen Nagel richtig einschlagen können die wenigsten.
— Henrik Johan Ibsen
Der Körper ist der Übersetzer der Seele ins Sichtbare.
— Christian Morgenstern
Wenn ich mich im Zusammenhang des Universums betrachte, was bin ich?
— Ludwig van Beethoven
Die Bücher, die von der Welt unmoralisch genannt werden, sind Bücher, die der Welt ihre eigene Schande zeigen
— Oscar Wilde
Wenn ich allein träume, ist es nur ein Traum. Wenn wir gemeinsam träumen, ist es der Anfang der Wirklichkeit
Wirkliche Liebe ist immer grösser als alle Vorstellungen, die man sich von ihr macht
Die Liebe beginnt da, wo kein Geschenk mehr zu erwarten ist.
— Antoine de Saint-Exupéry
Das Gegenteil von Spiel ist nicht Ernst, sondern Wirklichkeit.
— Sigmund Freud
Musik drückt aus, worüber besser geschwiegen worden wäre.
— Clara Schumann
Wo immer du bist - sei dort.
Der Glaube eines Menschen kann durch kein Glaubensbekenntnis, sondern durch die Beweggründe seiner gewöhnlichen Handlungen festgestellt werden
— George Bernard Shaw
Im Reiche der Wirklichkeit ist man nie so glücklich wie im Reiche der Gedanken.
— Arthur Schopenhauer
Träumen muss nicht heissen, die Augen vor der Wirklichkeit zu verschließen.
— Rainer Haak
Die Betrunkenen denken nicht ihre eigenen Gedanken.
Nicht Gott ist relativ, und nicht das Sein, sondern unser Denken.
— Albert Einstein
Es ist mir, als kenne man nicht das ganze Leben, wenn man nicht den Tod gewissermaßen in den Kreis einschließt.
— Wilhelm von Humboldt
Ernüchternde Gedanken sind in manchen Fällen vergleichbar mit Drogenentzug.
— Christa Schyboll