gratis-spruch.de Logogratis-spruch.de

Sprüche über Wirklichkeit

422 Sprüche — Seite 15

Zwischen dem, was erhofft wird, und dem, was sich tatsächlich zeigt, liegt die Wirklichkeit. Sie kann ernüchtern, berichtigen, trösten oder herausfordern und zwingt den Menschen dazu, Illusion und Wahrheit auseinanderzuhalten. Gerade deshalb ist dieses Thema nicht trocken, sondern voller Spannungen und tiefer Lebensfragen.

Ihr eigentliches Gewicht entfaltet sich dort, wo sie nicht nur als äußere Gegebenheit, sondern auch als innere Deutung erscheint. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen, dass Wirklichkeit nie ganz unabhängig vom Blick des Menschen gedacht werden kann.

  1. Von einem bestimmten Alter an ist "Mittelalter" immer das Alter, in dem man gerade selber ist.

    Else Pannek

  2. Die Einsicht in das Mögliche und Unmögliche ist es, die den Helden vom Abenteurer scheidet

    Christian Matthias Theodor Mommsen

  3. Wir behalten von unseren Studien am Ende doch nur das, was wir praktisch anwenden

    Johann Wolfgang von Goethe

  4. Wenn der zehnte Teil des Elends, das gefühlt wird, gesehen würde, so müsste uns dieser Anblick mit Grausen durchdringen.

    Edward Young

  5. Das Leben ist kein Problem, das man lösen, sondern eine Wirklichkeit, die man erfahren muss.

    Sören Kierkegaard

  6. Wenn die Realität einen Traum zerstören kann, warum soll ein Traum dann nicht die Realität zerstören können?

    George Moore

  7. Es kommt nicht alles so schlimm wie erwartet und nie ganz so gut wie erhofft.

  8. Das Rationale am Menschen sind seine Einsichten; das Irrationale, dass er nicht danach handelt

    Friedrich Dürrenmatt

  9. Leicht und schnell ist der Gedanke, aber schwer ist und unendliche Geduld erfordert der Umgang mit der Wirklichkeit.

    Karl Theodor Jaspers

  10. Die Unmöglichkeit, in der ich mich befinde, zu beweisen, dass es keinen Gott gebe, tut mir eben seine Existenz dar.

    Jean de la Bruyère

  11. Je dümmer, je unsittlicher es ist, was die Menschen tun, um so feierlicher wirkt es.

    Leo Tolstoi

  12. Wissenschaftliches Denken erfordert immer einen weiten Abstand und eine scharfe Trennung des denkenden Subjekts von dem gedachten Objekt.

    Max Planck

  13. Der rechte Unglaube bezieht sich auf keine einzelnen Sätze und Gegensätze, sondern auf die Erblindung gegen das Ganze.

    Jean Paul

  14. Was nicht griffbereit ist, was man nicht nachts um zwei Uhr finden kann, das besitzt man nicht.

    Kurt Tucholsky

  15. Chancen präsentieren sich uns mit Vorliebe in der Maske von Unannehmlichkeiten.

  16. Niemand weiß, welche Nachricht von Bedeutung ist, bevor 100 Jahre vergangen sind

    Friedrich Nietzsche

  17. Es ist eine ganz bekannte Tatsache, dass die Viertelstündchen größer sind als die Viertelstunden.

    Georg Christoph Lichtenberg

  18. Wer nach seinem Gewissen lebt, der ist kein Knecht, der befiehlt sich selbst und gehorcht sich selbst; der lebt wirklich menschlich.

    Johann Geiler von Kayserberg

  19. Wenn auch anzunehmen ist, alles sei bereits gesagt, so darf man doch keinesfalls folgern, dass auch alles gehört und verstanden ist.

    Franz Liszt

  20. Es gibt keine trockene Wissenschaft. Es gibt nur trockene Gelehrsamkeit und trockene Gelehrte.

    Joseph Unger