Sprüche über Wirklichkeit
422 Sprüche — Seite 16
Zwischen dem, was erhofft wird, und dem, was sich tatsächlich zeigt, liegt die Wirklichkeit. Sie kann ernüchtern, berichtigen, trösten oder herausfordern und zwingt den Menschen dazu, Illusion und Wahrheit auseinanderzuhalten. Gerade deshalb ist dieses Thema nicht trocken, sondern voller Spannungen und tiefer Lebensfragen.
Ihr eigentliches Gewicht entfaltet sich dort, wo sie nicht nur als äußere Gegebenheit, sondern auch als innere Deutung erscheint. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen, dass Wirklichkeit nie ganz unabhängig vom Blick des Menschen gedacht werden kann.
Es gibt keine trockene Wissenschaft. Es gibt nur trockene Gelehrsamkeit und trockene Gelehrte.
— Joseph Unger
Frauen verwechseln ihre Halluzinationen so leicht mit der Wírklichkeit.
— August Strindberg
Das Entscheidende am Wissen ist, dass man es beherzigt und anwendet.
— Konfuzius
Man muss gut überlegen, was man sich wünscht. Es könnte passieren, dass man es bekommt.
Wenn Leute mit mir über das Wetter reden, habe ich immer das ganz sichere Gefühl, dass sie etwas anderes sagen wollen. Und das macht mich so nervös.
— Oscar Wilde
Wer die Vergangenheit liebt, liebt eigentlich das Leben.
— Jean Paul
Alles ist möglich, bis es als unmöglich bewiesen wurde- und sogar das Unmögliche kann sich einmal als möglich erweisen.
— Pearl S. Buck
Das Gesundheitsinteresse ist riesengroß, das Gesundheitswissen ist mäßig, das Gesundheitsverhalten ist miserabel
— Christian Morgenstern
Der gesunde Verstand sagt uns, dass die Dinge der Erde nur sehr wenig Realität besitzen und dass es wahre Wirklichkeit nur in den Träumen gibt.
— Charles Baudelaire
Die Liebe ist ein Wunder, das immer wieder möglich, das Böse eine Tatsache, die immer vorhanden ist.
— Friedrich Dürrenmatt
Das Glück ist nur ein Traum, und der Schmerz ist wirklich
— Voltaire
Sage mir, mit wem du umgehst, und ich werde dir sagen, wer er ist.
— Ludwig Marcuse
Schwarz auf Weiß ist bei weitem nicht die größte Sicherheit auf der Welt. Es gibt nichts Gewisseres als Empfundenes und Geglaubtes.
— Felix Mendelssohn Bartholdy
Jede Gesellschaft hat die Schurken, die sie verdient.
— Albert Camus
Dem Menschen ist ein Mensch noch immer lieber als ein Engel.
— Gotthold Ephraim Lessing
Zwischen Können und Tun liegt ein Meer und auf seinem Grunde gar oft die gescheiterte Willenskraft.
— Marie von Ebner-Eschenbach
Die Menschen sollen nicht so viel nachdenken, was sie tun sollen, sie sollen vielmehr bedenken, was sie sind.
— Eckhart von Hochheim
Der einzige Unterschied zwischen einem Maskenfest und einem anderen Fest ist der, dass du beim ersteren zum Schluss die Maske abnimmst, beim letzteren aber nicht.
— Eleonore van der Straten-Sternberg
Der Erfolg liegt im Erfolghaben, nicht darin, dass man die Voraussetzungen dafür erfüllt.
— Fernando Pessoa
Das Nachdenken ist eine höchst zwecklose Beschäftigung, solange man nichts von den Tatsachen weiß.
— George Bernard Shaw