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Sprüche über Wirklichkeit

422 Sprüche — Seite 5

Zwischen dem, was erhofft wird, und dem, was sich tatsächlich zeigt, liegt die Wirklichkeit. Sie kann ernüchtern, berichtigen, trösten oder herausfordern und zwingt den Menschen dazu, Illusion und Wahrheit auseinanderzuhalten. Gerade deshalb ist dieses Thema nicht trocken, sondern voller Spannungen und tiefer Lebensfragen.

Ihr eigentliches Gewicht entfaltet sich dort, wo sie nicht nur als äußere Gegebenheit, sondern auch als innere Deutung erscheint. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen, dass Wirklichkeit nie ganz unabhängig vom Blick des Menschen gedacht werden kann.

  1. So wie nicht jeder träumt, der schläft, so schläft auch nicht jeder, der träumt.

    Georg Christoph Lichtenberg

  2. Niemand hat mehr Feinde in der Welt als ein aufrechter und stolzer Mensch. Er nimmt Personen und Dinge, wie sie sind, und nicht, wie sie sein sollen

    Nicolas Chamfort

  3. Nur auf dem Pfad der Nacht erreicht man die Morgenröte.

    Khalil Gibran

  4. Freiheit existiert nur im Singular. In der Mehrzahl handelt es sich lediglich um Spielräume.

    Johann Nepomuk Nestroy

  5. Der Mensch ist nur ganz Mensch, wo er spielt.

    Friedrich von Schiller

  6. Unsere Träume können wir erst dann verwirklichen, wenn wir uns entschliessen einmal daraus zu erwachen

  7. Älterwerden geht so schnell, dass man es kaum glauben kann, obgleich man es erlebt.

    Else Pannek

  8. Ein großer Geist irrt sich so gut wie ein kleiner; jener, weil er keine Schranken kennt; und dieser, weil er seinen Horizont für die Welt nimmt

    Johann Wolfgang von Goethe

  9. Wahre Liebe beginnt erst nach dem Verlust sämtlicher Illusionen und zaubert doch neue hervor.

    Martin Kessel

  10. Für das praktische Leben ist das Genie so brauchbar wie ein Sternteleskop im Theater.

    Arthur Schopenhauer

  11. Genaugenommen leben sehr wenige Menschen in der Gegenwart, die meisten bereiten sich vor, demnächst zu leben.

    Jonathan Swift

  12. Zwischen dem Genie und dem Wahnsinnigen ist die Ähnlichkeit, dass sie in einer andern Welt leben als der für alle vorhandenen.

    Arthur Schopenhauer

  13. Ein Buch ist ein Spiegel; wenn ein Affe hineinguckt, so kann freilich kein Apostel heraussehen.

    Georg Christoph Lichtenberg

  14. Bei Tage ist es kinderleicht, die Dinge nüchtern und unsentimental zu sehen. Nachts ist das eine ganz andere Geschichte.

    Ernest Miller Hemingway

  15. Die Eltern wollen nie der Kinder Fehler erkennen.

    Konfuzius

  16. Am meisten über einen Menschen sagt aus, wie er Leid und Krankheit trägt.

    Rainer Haak

  17. Die Kinder sind die wirklichen Lehrmeister der Menschheit.

    Peter Rosegger

  18. Klugheit und Güte ziehen es vor, ohne Maske aufzutreten.

    Arthur Schnitzler

  19. Das lebendige Leben muß etwas unglaublich Einfaches sein. Und deshalb gehen wir an ihm vorüber, ohne es zu erkennen.

    Fjodor M. Dostojewski

  20. Der Beginn aller Wissenschaften ist das Erstaunen, dass die Dinge sind, wie sie sind

    Aristoteles