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Sprüche über Hoffnung

699 Sprüche — Seite 17

Wenn Gewissheit fehlt und Dunkelheit übermächtig scheint, bleibt oft nur die Hoffnung als leise, aber tragende Kraft. Sie verspricht nicht, dass alles leicht wird, doch sie bewahrt den Menschen davor, innerlich aufzugeben. Deshalb gehört dieses Thema zu den tiefsten Quellen von Trost und Widerstandsfähigkeit.

Ihre Stärke liegt gerade darin, dass sie auch ohne Beweis weiterwirkt und Zukunft denkbar hält. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen Hoffnung nicht als blinden Optimismus, sondern als innere Haltung, die selbst in schweren Zeiten Richtung, Würde und ein Morgen bewahren kann.

  1. Wohl ist es Herbst, doch warte nur ein Weilchen! Der Frühling kommt, der Himmel lacht, es steht die Welt in Veilchen

    Theodor Storm

  2. Heute ballt man nur die Hände, man faltet sie nicht mehr.

    Hermann Ferdinand Freiligrath

  3. Angst kann die Hoffnung aussperren. Der Glaube kann die Tür wieder öffnen.

  4. Herr, nun ist es genug, nun nimm mich in Deine Hände. Es war so schwer, als ich mich selber trug. Nun trägst Du mich in Liebe ohne Ende.

  5. Das Leid ist die Feuerprobe des Christentums.

    Adolph Kolping

  6. Wer darf sagen, dass er an der Freude verzweifle, so lange noch Arbeiten lohnen und Hoffnungen einschlagen?

    Friedrich von Schiller

  7. Auf alle Fälle führt die Hoffnung weiter als die Furcht.

    Friedrich Georg Jünger

  8. Das alte Jahr, es geht, und hat so manchen Wunsch gestillt, doch blieb ein Rest. Sind wir doch dankbar dass es fürs Neue was zu wünschen übrig lässt.

  9. Mögest du nichts in dein Herz aufnehmen, was dir deinen Anteil an der ewigen Seligkeit des Himmels nimmt.

  10. Dem Tyrannen steht es wohl an, religiöse Ergebung zu predigen, und die, denen er auf Erden kein Plätzchen verstatten will, an den Himmel zu verweisen.

    Johann Gottlieb Fichte

  11. Klage nicht, dass dir im Leben ward vereitelt manches Hoffen. Hat, was du gefürchtet eben, doch auch meist dich nicht betroffen.

    Friedrich Rückert

  12. Für jede angenehme Erwartung gibt's mindestens drei unangenehme Möglichkeiten.

    Wilhelm Busch

  13. Wir haben vage Hoffnungen, aber klare Befürchtungen.

    Paul Valéry

  14. Ich wünsche dir die Eigenschaften, die dich das werden lassen, was du bist und immer werden willst - jeden Tag ein wenig mehr

  15. Der Himmel bewahr dich vor Wetter und Wind, und vor angeblichen Freunden, die keine sind.

  16. Das wahre Ziel ist nicht, die äußerste Grenze zu erreichen, sondern eine Vollendung, die grenzenlos ist.

    Rabindranath Tagore

  17. Der eigentliche Kern der Freundschaft: ein Glaube, ein Hoffen, ein gemeinsames Werk! Es liegt eine große Freude darin.

    Annette von Droste-Hülshoff

  18. Ich werde Weihnachten in meinem Herzen ehren und versuchen, es das ganze Jahr hindurch aufzuheben.

    Charles John Huffam Dickens

  19. Das Problem unserer Kinder ist, dass sie ihre Eltern erst in einem Alter bekommen, in dem es kaum noch Hoffnung gibt, sie noch ändern zu können.

  20. Der ist der glücklichste Mensch, der das Ende seines Lebens mit dem Anfang in Verbindung setzen kann.

    Johann Wolfgang von Goethe