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Sprüche über Hoffnung

699 Sprüche — Seite 8

Wenn Gewissheit fehlt und Dunkelheit übermächtig scheint, bleibt oft nur die Hoffnung als leise, aber tragende Kraft. Sie verspricht nicht, dass alles leicht wird, doch sie bewahrt den Menschen davor, innerlich aufzugeben. Deshalb gehört dieses Thema zu den tiefsten Quellen von Trost und Widerstandsfähigkeit.

Ihre Stärke liegt gerade darin, dass sie auch ohne Beweis weiterwirkt und Zukunft denkbar hält. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen Hoffnung nicht als blinden Optimismus, sondern als innere Haltung, die selbst in schweren Zeiten Richtung, Würde und ein Morgen bewahren kann.

  1. Das Alter ist nicht trübe, weil darin unsere Freuden, sondern weil unsere Hoffnungen aufhören

    Jean Paul

  2. Kann man ein Heiliger sein ohne Gott? Das ist das einzige konkrete Problem, das ich heute kenne.

    Albert Camus

  3. Dem Armen ist nicht mehr gegeben als gute Hoffnung, übles Leben

    Bernhard Freidank

  4. Zu hoffen und zu handeln - das ist unsere Pflicht im Unglück.

    Boris Pasternak

  5. Denn Liebe, sagt man, ist nur Hoffen und wird, gewährt, vom Tod betroffen.

    Carl Leberecht Immermann

  6. Nur in der Träne des Schmerzes spiegelt sich der Regenbogen einer besseren Welt.

    Christian Friedrich Hebbel

  7. Unverhofft wird dereinst die glückliche Stunde dir kommen

    Horaz

  8. Man soll an keinem Kranken verzagen, dieweil er noch Atem holt.

  9. Setze den Gott, mit dem du unzufrieden bist, immerhin ab, sorg aber für einen würdigeren Thronfolger.

    Emil Gött

  10. Die menschliche Existenz ohne den Glauben an Gott für erträglich zu halten, beruht auf Gedankenlosigkeit.

    Richard Rothe

  11. Die Selbstzufriedenheit ist in Wahrheit das Größte, was man erhoffen kann.

    Baruch de Spinoza

  12. Wenn die Vertreter der Kirche Christen sind, dann bin ich kein Christ; und umgekehrt.

    Leo Tolstoi

  13. Eine Religion, wie immer sie auch beschaffen sein möge, wird sich vor der Lächerlichkeit immer durch 'gute Werke' retten.

    Henry de Montherlant

  14. Gott ist die Liebe, und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm

  15. Wer von den ungewissen Ereignissen der Zukunft nichts erhofft und nichts befürchtet, ist wahrhaft klug.

    Anatole France

  16. Der Geist, der unverrückbar an ein fernes schönes Ziel glaubt, vermag die Lebenskraft sich zu erhalten, die ihn über den Alltag hinwegführt.

    Gustav Stresemann

  17. Der Mund betet nicht, sondern ist nur des betenden Herzens Dolmetscher.

    Julius Wilhelm Zincgref

  18. Aber unwillkürlich blickt der Mensch in die Zukunft, wie er, wenn er am Fenster steht, zum Himmel blickt, und wie an dem Wölkchen oder Gestirne auftauchen und dahin ziehen, so dämmern in ihr Bilder de …

    Ida Hahn - Hahn

  19. Zum Erwachsen werden haben wir die zwei Sekunden vor unserem Tod. Solange bleibe Kind und lebe deine Träume

  20. Den Nächsten lieben heißt Gott in seinem Bilde lieben.

    Nikolaus von Kues