Sprüche über Hoffnung
699 Sprüche — Seite 24
Wenn Gewissheit fehlt und Dunkelheit übermächtig scheint, bleibt oft nur die Hoffnung als leise, aber tragende Kraft. Sie verspricht nicht, dass alles leicht wird, doch sie bewahrt den Menschen davor, innerlich aufzugeben. Deshalb gehört dieses Thema zu den tiefsten Quellen von Trost und Widerstandsfähigkeit.
Ihre Stärke liegt gerade darin, dass sie auch ohne Beweis weiterwirkt und Zukunft denkbar hält. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen Hoffnung nicht als blinden Optimismus, sondern als innere Haltung, die selbst in schweren Zeiten Richtung, Würde und ein Morgen bewahren kann.
Willst andere beglücken, musst Rosen für sie pflücken.
Wenn ihr suchet ohne Wanken, was das Leben kann erfrischen, bleiben jung auch die Gedanken; weil sie ewig jung nur zwischen Hoffen und Erfüllen schwanken.
— August von Platen
Mögen Engel dich begleiten, wenn wir auseinander gehn; in der Nähe, in der Ferne, wenn wir uns nicht wiedersehen.
Man knallt in das neue Jahr hinein, um sich über das alte nicht mehr zu erschrecken.
Müsste man statt Gebeten Geld emporsenden, fast alle wären Atheisten!
— Emanuel Wertheimer
Seinen Kindern wünscht man eine Welt, die man bejahen kann.
— Else Pannek
Beten heisst die Gnade des Heiligen Geistes aus der überschwenglich süssen Quelle der Heiligsten Dreifaltigkeit schöpfen.
— Johannes Bonaventura
Zum neuen Jahr ein neues Herze, ein frisches Blatt im Lebensbuch. Die alte Schuld sei ausgestrichen und ausgetilgt der alte Fluch.
— Karl Friedrich von Gerok
Doch manchen stürzt schon die Hoffnung auf Gewinn in sein Verderben.
— Sophokles
Was du an Unterstützungen deinen Eltern hast zuteil werden lassen, das darfst du auch von deinen Kindern erwarten.
— Diogenes Laertius
Siehe, die Trauer, sie ist des Trauernden einziger Trost.
— Rupert Johann Hammerling
Hoffnung ist der krankhafte Glaube an den Eintritt des Unmöglichen.
— H. L. Mencken
Lasst uns gehen mit frischem Mute in das Neue Jahr hinein! Alt soll unsre Lieb' und Treue, neu soll unsere Hoffnung sein
— August Heinrich Hoffmann von Fallersleben
Ich betrachte den Frühling, als ob er zu mir allein käme, um dankbar zu sein
— Christian Friedrich Hebbel
Der gesegnete Regen, der köstliche sanfte Regen, ströme auf dich herab. Die kleinen Blumen mögen zu blühen beginnen und ihren köstlichen Duft ausbreiten, wo immer du gehst. Der große Regen möge de …
Ach, dass der Mensch so häufig irrt und nie recht weiß, was kommen wird!
— Wilhelm Busch
Selig sind, die reinen Herzens sind; denn sie werden Gott schauen.
Und ging's auch drüber oder drunter, wir bleiben unverzagt und munter ...
— Wilhelm Busch
Manchmal sind es die Träume, die dich überwintern lassen, die dich in der Zeit abgestorbener Liebe und erfrorener Hoffnung in zarten Bildern ahnen lassen, dass kahle Zweige morgen wieder Knospen …
Wer dir schmeichelt, hat dich entweder betrogen oder hofft es zu tun.