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Sprüche über Hoffnung

699 Sprüche — Seite 35

Wenn Gewissheit fehlt und Dunkelheit übermächtig scheint, bleibt oft nur die Hoffnung als leise, aber tragende Kraft. Sie verspricht nicht, dass alles leicht wird, doch sie bewahrt den Menschen davor, innerlich aufzugeben. Deshalb gehört dieses Thema zu den tiefsten Quellen von Trost und Widerstandsfähigkeit.

Ihre Stärke liegt gerade darin, dass sie auch ohne Beweis weiterwirkt und Zukunft denkbar hält. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen Hoffnung nicht als blinden Optimismus, sondern als innere Haltung, die selbst in schweren Zeiten Richtung, Würde und ein Morgen bewahren kann.

  1. Von Menschen kommt kein Glück. Da erwartet man es nur.

    Rahel Varnhagen von Ense

  2. Bei allem Misslingen hofft meine ewig närrische Seele doch immer das Unglaublichste. Wir lassen nicht vom Glück!

    Rahel Varnhagen von Ense

  3. Weißt du, warum wir hoffen? Wir können nicht ohne Bild leben. Ohne Hoffen haben wir kein Bild in der Seele; da ist nichts.

    Rahel Varnhagen von Ense

  4. Mit dem Besten, was in mir steckte, hatte ich versucht, ein bisschen mehr Glück in diese Welt hineinzuschreiben

    Frances Hodgson Burnett

  5. Allmächtiger Vater, gib uns die Gnade, so zu beten, dass wir Gehör verdienen.

    Jane Austen

  6. Wem die Natur versagt, Genius oder Künstler zu sein, der kann und soll danach streben, zu den Heiligen zu gehören

    Malwida von Meysenbug

  7. Kirchen gibt es hier genug. Aber fromme Augen sehe ich so wenig.

    Paula Modersohn-Becker

  8. Die Wissenschaft leitet uns Schritt für Schritt durch das ganze Ausmaß der Schöpfung, bis wir schließlich doch zu Gott gelangen.

    Margarete von Valois

  9. Hat dich ein bittres Leid getroffen, so scheue nicht ein doppelt Müh'n; am schönsten pflegen Trost und Hoffen im Schweiß der Arbeit aufzublühn.

    Friedrich Julius Hammer

  10. Hoffen und gewinnen, verlieren und resignieren, das ist die steigende und fallende Welle des Lebens.

    August Pauly

  11. Delinquenten des Lebens, die wir sind, von denen keiner eine Begnadigung zu erhoffen hat, bitten wir nun um eine schmerzlose Hinrichtung.

    August Pauly

  12. Schmücke nie Dein Werk mit allzu viel Erwartung, denn nichts Herb'res gibt's, als nüchterne Enttäuschung.

    Heinrich Martin

  13. Wir dürfen die Verbindung mit dem Ewigen nicht verlieren, in dessen Odem doch zuletzt unser Tiefstes lebt.

    Friedrich Lienhard

  14. Es ist schwer zu sagen, was unmöglich ist, denn der Traum von gestern ist die Hoffnung von heute und die Wirklichkeit von morgen.

    Robert Goddard

  15. Man verzählt sich stets, wenn man mit Angst und Hoffnung rechnet.

    Francoise de Maintenon

  16. Die in der Sehnsucht warten, wachsen zu Riesen

    Max Dauthendey

  17. Versprechen ist schon Geben, und Hoffen schon Geniessen!

    Jacques Delille

  18. Ein jeder hat Luftschlösser und der Arme zumeist

    Karl Detlef, Pseudon.v. Klara Bauer

  19. Man sagt, dass Gott überall ist, aber immer denken wir an ihn als an ein etwas Entferntes.

    Emily Elizabeth Dickinson