Sprüche über Hoffnung
699 Sprüche — Seite 18
Wenn Gewissheit fehlt und Dunkelheit übermächtig scheint, bleibt oft nur die Hoffnung als leise, aber tragende Kraft. Sie verspricht nicht, dass alles leicht wird, doch sie bewahrt den Menschen davor, innerlich aufzugeben. Deshalb gehört dieses Thema zu den tiefsten Quellen von Trost und Widerstandsfähigkeit.
Ihre Stärke liegt gerade darin, dass sie auch ohne Beweis weiterwirkt und Zukunft denkbar hält. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen Hoffnung nicht als blinden Optimismus, sondern als innere Haltung, die selbst in schweren Zeiten Richtung, Würde und ein Morgen bewahren kann.
Mit dem Klagen, mit dem Zagen, wie verdirbst Du's allzuoft; lerne Trübes heiter tragen, und das Glück kommt unverhofft.
Eine Verlobung ist bedingte Verurteilung zu lebenslänglicher Doppelhaft mit vorläufigem Strafaufschub
— August Strindberg
Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen - und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert.
— Albert Einstein
Auch Glatzköpfe können eine Glückssträhne haben!
Erwarte nichts von anderen. Es sei denn, du willst deine Zeit damit verbringen, nur zu warten.
— Else Pannek
Unvermutet, wie zumeist, kommt die Tante zugereist. Herzlich hat man sie geküßt, weil sie sehr vermöglich ist.
— Wilhelm Busch
Begräbt im Schnee der Winterwind die Straßen weit und breit, nie wird der Weg, o liebes Kind, zum Glück dir sein verschneit.
Vor dem Tor eines guten Arztes gibt es immer viele Kranke.
Jede Frau hofft, ihren Mann beherrschen zu können, aber für ihren Sohn hofft sie, dass er seine Frau beherrscht.
Zu Sylvester ein gutes Gewissen ist besser als Punsch und gute Bissen.
Die Frau erwartet alles vom Mann, der Mann von der Frau fast immer nur eines.
So oft die Sonne aufgeht erneuert sich mein Hoffen und bleibt, bis sie untergeht, wie eine Blume offen.
— Gottfried Keller
Die Hoffnung ist eine Vorwegnahme erwünschten Glücks.
— Sully Prudhomme
Wenig ist's was ich begehre, und doch steht es mir so fern, aus dem ganzen Sternenheere einen einz'gen lieben Stern!
— Josef Christian von Zedlitz
Gott segne jeden Schritt, den ich mache und segne den Grund unter meinen Füßen.
Der Herr ist nahe allen, die ihn rufen.
Herr, gib ihm die Erfüllung seiner Sehnsucht und vollende sein Leben in dir. Lass ihn dein Angesicht schauen.
Ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du bist mein.
Ich hoffe auf den Herrn, es hofft meine Seele, ich warte voll Vertrauen auf sein Wort.
Wir denken selten bei dem Licht an Finsternis, beim Glück an Elend; bei der Zufriedenheit an Schmerz; aber umgekehrt jederzeit.
— Immanuel Kant