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Sprüche über Hoffnung

699 Sprüche — Seite 33

Wenn Gewissheit fehlt und Dunkelheit übermächtig scheint, bleibt oft nur die Hoffnung als leise, aber tragende Kraft. Sie verspricht nicht, dass alles leicht wird, doch sie bewahrt den Menschen davor, innerlich aufzugeben. Deshalb gehört dieses Thema zu den tiefsten Quellen von Trost und Widerstandsfähigkeit.

Ihre Stärke liegt gerade darin, dass sie auch ohne Beweis weiterwirkt und Zukunft denkbar hält. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen Hoffnung nicht als blinden Optimismus, sondern als innere Haltung, die selbst in schweren Zeiten Richtung, Würde und ein Morgen bewahren kann.

  1. Es ist das Wohl des Ganzen, wovon jedes patriotische, wovon selbst jedes eigennützige Gemüt das seinige erhofft.

    Friedrich von Gentz

  2. Jeder Grashalm, jedes Blatt, jede einzelne Blüte ist ein Zeichen der Hoffnung.

    John Richard Jefferies

  3. Ein Asyl für jeden Kummer ist das Gebet.

    Johannes Chrysostomos

  4. Das Schlimmste für den Menschen ist, den Glauben an die Zukunft zu verlieren.

    Nikolaus B. Enkelmann

  5. Hoffnung ist der Kampf der Seele, die von dem, was vergänglich ist, losbricht und ihre Zeitlosigkeit bezeugt.

    Herman Melville

  6. Die Religionen sind der Ausdruck des ewigen und unzerstörbaren metaphysischen Bedürfnisses der Menschennatur.

    Jacob Christoph Burckhardt

  7. Wer Milch will, sollte sich nicht auf einen Schemel in der Mitte des Feldes setzen, in der Hoffnung, dass die Kuh sich zu ihm begeben möge

    Elbert Green Hubbard

  8. Wer an einen Glauben glaubt, der lässt andere für sich glauben.

    Friedrich Georg Jünger

  9. Es ist selten, dass ein Mensch weiß, was er eigentlich glaubt.

    Oswald Spengler

  10. Die Heiden haben das Leben vergöttert, die Christen den Tod.

    Germaine Madame de Stael

  11. Wenn man ihre Heiligenlegenden liest, findet man die Namen von tausend heilig gesprochenen Verbrechern.

    Claude-Adrien Helvetius

  12. Atheismus ist Selbstmord der Seele.

    Jean Antoine Petit-Senn

  13. Einer, der Gott leugnet, gleicht einem, der die Sonne leugnet; es nutzt ihm nichts, sie scheint doch

    August Julius Langbehn

  14. Ich wünsche, es gäbe einen Gott. Ich sehne mich, ihn zu loben, ihm zu danken

    Katherine Mansfield

  15. In Wahrheit sind wir alle Staub und Schatten, in Wahrheit ist die Gierde blind gefräßig, in Wahrheit trügerisch ist jedes Hoffen

    Francesco Petrarca

  16. Die Menschenseele ist ein Bild, mit welchem Gott sich selbst betrachtet.

    Hermann Stehr

  17. Religiöser Fanatismus schwächt zwar den Geist, verhärtet aber das Herz.

    Otto Weiss

  18. Zu den schlechtesten Logikern gehören Furcht und Hoffnung.

    Otto Weiss

  19. Der Mensch hört früher auf zu fühlen als zu hoffen.

    Edward Young

  20. Wir werden alle von Gott gebraucht und manchesmal auch verbraucht.

    Ferdinand Ebner