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Sprüche über Hoffnung

699 Sprüche — Seite 31

Wenn Gewissheit fehlt und Dunkelheit übermächtig scheint, bleibt oft nur die Hoffnung als leise, aber tragende Kraft. Sie verspricht nicht, dass alles leicht wird, doch sie bewahrt den Menschen davor, innerlich aufzugeben. Deshalb gehört dieses Thema zu den tiefsten Quellen von Trost und Widerstandsfähigkeit.

Ihre Stärke liegt gerade darin, dass sie auch ohne Beweis weiterwirkt und Zukunft denkbar hält. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen Hoffnung nicht als blinden Optimismus, sondern als innere Haltung, die selbst in schweren Zeiten Richtung, Würde und ein Morgen bewahren kann.

  1. Die Schienbeine und die Hoffnungen soll man nicht zu weit hinausstrecken.

    Epiktet

  2. Des Glaubens Sonde ist der Zweifel.

    Johann Gottfried Seume

  3. Je verborgener Gottes Hand, desto stärker ist sie.

    John Henry Newman

  4. Ich glaube, ich werde nach meinem Tode mehr für euch tun können als im Leben.

    Katharina von Siena

  5. Man fragte einmal einen Weisen, ob es wahre Atheisten gäbe. Glauben Sie, erwiderte er, dass es wahre Christen gibt?

    Denis Diderot

  6. Hoffnungen, Pläne und Illusionen sind Verjüngungselemente des Lebens. Es sind Morgenröten, deren Glanz immer wieder bezaubert

    Martin Kessel

  7. Wenn ich an dich denke wackeln Tisch und Bänke und das alte Kanapee hüpft vor Freude in die Höh.

  8. Jeden Morgen in meinem Garten öffnen neue Blüten sich dem Tag. Überall ein heimliches Erwarten, das nun länger nicht mehr zögern mag.

    Matthias Claudius

  9. In der Schöpfung greife ich Gott gleichsam mit Händen.

    Johannes Kepler

  10. Wer einem Menschen die Hoffnung nimmt, nimmt einem Lahmen die Krücken

  11. Kein Volk hat Gott verlassen, das sich nicht selbst verließ.

    Heinrich von Treitschke

  12. Geduld ist des Glaubens Goldstein.

    Ulrich Zwingli

  13. Die Wahrheit hat ein fröhlich Antlitz.

    Ulrich Zwingli

  14. Wo keine Hoffnung ist, gibt es kein Sterben.

    Samuel Johnson

  15. Niemand ist weiter von der wahren Religion entfernt, als wer sich selbst für sehr religiös hält.

    Erasmus von Rotterdam

  16. Erwarte alles vom Mitleid, nur keine Hilfe.

    Emanuel Wertheimer

  17. Ein jeder Christ, der sich durch die Einwürfe der Ungläubigen ins Wanken bringen lässt und sich über sie ereifert, hat einen Fuß in der selben Grube mit ihnen

    Pierre Bayle

  18. Es gibt auch seelisch Farbenblinde, denen just für Hoffnungsgrün und Freudenrot das Auge fehlt.

    Franz Edler von Pernwald Schönthan

  19. Horoskope liest, wer nicht hat, was er braucht. Die Horoskope bringen's nicht.

    Else Pannek

  20. Gehst du einst im Morgentau, über eine große Au, siehst du ein Vergissmeinnicht, pflück es ab und denk an mich