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Sprüche über Veränderung

512 Sprüche — Seite 10

Nichts Lebendiges bleibt auf Dauer unverändert, und doch wird Veränderung oft zugleich ersehnt und gefürchtet. Sie löst Vertrautes auf, eröffnet Neues und zwingt dazu, sich zu fragen, was bewahrt und was überwunden werden sollte. Deshalb gehört dieses Thema zu den bewegendsten Erfahrungen menschlichen Daseins.

Ihre eigentliche Kraft entfaltet sich dort, wo Wandel nicht bloß geschieht, sondern bewusst gestaltet wird. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen, wie eng Entwicklung und Verlust, Mut und Unsicherheit miteinander verbunden sind und warum jeder Neubeginn auch den Abschied von etwas Altem verlangt.

  1. Wenn man lange genug wartet, wird das schönste Wetter

  2. Du kannst etwas nicht ändern: wie wär's, wenn du dich ändern würdest?

  3. Ein Glücksfall verändert die Ansicht der Welt: alles Vergangene wirkt, als sei es verhext gewesen.

    — Martin Kessel

  4. Alles, was menschlich ist, muß rückwärts gehen, wenn es nicht vorwärts geht.

    — Edward Gibbon

  5. Auch der vornehmste Geist bleibt sich nicht gleich, er ist dem Wachsen und Abnehmen unterworfen.

    — Jean de la Bruyère

  6. Wenn Menschen ihre innere Einstellung ändern, können sie auch die äußeren Umstände ihres Lebens ändern.

    — William James

  7. Jede höhere Stufe, welche der Mensch betritt, erfordert eine andere Lebensordnung

    — Christoph Martin Wieland

  8. Zuerst ist die Liebe eine Krankheit, dann eine Gesundheit.

    — Gerhart Johann Robert Hauptmann

  9. Auch der allzu große Eifer im Guten kann zu allen Zeiten das Gute hindern und das Böse fördern.

    — Johann Peter Hebel

  10. Mach dir nicht vor, du wolltest Irrtümer in der Natur verbessern. In der Natur ist kein Irrtum, sondern der Irrtum ist in dir.

    — Leonardo da Vinci

  11. Kluge entfernen sich von den Dingen, ehe sich die Dinge von ihnen entfernen

    — Baltasar Gracián y Morales

  12. Tut jeder in seinem Kreis das Beste, wird's bald in der Welt auch besser aussehen.

    — Adolph Kolping

  13. Der Herbst ist ein zweiter Frühling, wo jedes Blatt zur Blüte wird.

    — Albert Camus

  14. Wechsle deine Vergnügungen, aber nie deine Freunde!

    — Voltaire

  15. Leben heißt sich verändern. Vollkommen sein heißt, sich oft verändert zu haben.

    — John Henry Newman

  16. Alles in der Welt geht in der Wellenlinie. Jede Landstraße und so weiter. Wehe dem, der überall ein Lineal anlegt!

    — Wilhelm Raabe

  17. Der eine wartet, dass die Zeit sich wandelt. Der andere packt sie kräftig an - und handelt.

    — Dante Alighieri

  18. Wer mit einer kreativen Arbeit beauftragt ist und seine Phantasie lediglich auf Pigmentpünktchen erweitern kann, sollte sich um einen neuen Job in der Buchhaltung bewerben.

    — Christa Schyboll

  19. Wer einen Fehler gemacht hat und ihn nicht korrigiert, begeht einen zweiten.

    — Konfuzius

  20. Wir müssen bereit werden, uns von Gott unterbrechen zu lassen.

    — Dietrich Bonhoeffer