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Sprüche über Veränderung

512 Sprüche — Seite 8

Nichts Lebendiges bleibt auf Dauer unverändert, und doch wird Veränderung oft zugleich ersehnt und gefürchtet. Sie löst Vertrautes auf, eröffnet Neues und zwingt dazu, sich zu fragen, was bewahrt und was überwunden werden sollte. Deshalb gehört dieses Thema zu den bewegendsten Erfahrungen menschlichen Daseins.

Ihre eigentliche Kraft entfaltet sich dort, wo Wandel nicht bloß geschieht, sondern bewusst gestaltet wird. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen, wie eng Entwicklung und Verlust, Mut und Unsicherheit miteinander verbunden sind und warum jeder Neubeginn auch den Abschied von etwas Altem verlangt.

  1. Der Veränderung die Tür schließen hieße, das Leben selber aussperren.

    Walt Whitman

  2. Auf die Füße kommt unsere Welt erst wieder, wenn sie sich beibringen lässt, dass ihr Heil nicht in Maßnahmen, sondern in neuen Gesinnungen besteht

    Albert Schweitzer

  3. Der Krieg ist nichts anderes als die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln

    Carl Philipp Gottfried von Clausewitz

  4. Man ist manchmal von sich selbst so verschieden wie von anderen.

    François de la Rochefoucauld

  5. Vielleicht heißt "leiden" nichts anderes, als ein tieferes Leben führen.

    Alexandre Vinet

  6. Nichts kann unverwandelt gerettet werden, nichts, das nicht das Tor seines Todes durchschritten hätte.

    Theodor W. Adorno

  7. Im Walde zwei Wege boten sich mir dar und ich ging den, der weniger betreten war - und das veränderte mein Leben.

    Walt Whitman

  8. Es hilft nichts, das Unvollkommene heutiger Wirklichkeit zu höhnen oder das Absolute als Tagesprogramm zu predigen. Lasst uns stattdessen durch Kritik und Mitarbeit die Verhältnisse Schritt für Schrit …

    Gustav Walter Heinemann

  9. Der Mensch begegnet seinem Schicksal oftmals auf der Strasse, die er nahm, um ihm auszuweichen.

    Jean de La Fontaine

  10. Die Zeit ist eine mächtige Meisterin: sie bringt vieles in Ordnung

    Pierre Corneille

  11. Um klar zu sehen, genügt oft ein Wechsel der Blickrichtung.

    Antoine de Saint-Exupéry

  12. Wer neue Horizonte entdecken will, muss raus auf's Meer - auf zu neuen Ufern!

  13. Wer immer im Lärm sitzt, wird stumpf ... wer immer in der Stille sitzt, auch. Nur die wechselnde Welle trägt des Menschen Schiff.

  14. Ein jedes Problem durchläuft bis zu seiner Anerkennung drei Stufen: In der ersten wird es lächerlich gemacht, in der zweiten bekämpft, in der dritten gilt es als selbstverständlich

    Arthur Schopenhauer

  15. Das ist das Ende. Für mich der Beginn des Lebens.

    Dietrich Bonhoeffer

  16. Der Mensch kann nicht tausend Tage ununterbrochen gute Zeiten haben, so wie die Blume nicht hundert Tage blühen kann.

  17. Und plötzlich weißt du, es ist Zeit, etwas Neues zu beginnen und dem Zauber des Anfangs zu vertrauen

    Eckhart von Hochheim

  18. Plane das Schwierige da, wo es noch leicht ist! Tue das Große da, wo es noch klein ist! Alles Schwere auf Erden,beginnt stets als Leichtes. Alles Große auf Erden, beginnt stets als Kleines.

    Laotse

  19. Ein zur Unzeit gesprochenes Wort kann ein ganzes Leben umstürzen.

    Menander

  20. Die Liebe ist bei den Frauen eine Himmelsleiter, bei den Männern ist sie zuerst eine Sturmleiter hinauf, dann die Feuerleiter, auf der man sich in Sicherheit bringt.

    Gottlieb Moritz Saphir