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Sprüche über Veränderung

512 Sprüche — Seite 18

Nichts Lebendiges bleibt auf Dauer unverändert, und doch wird Veränderung oft zugleich ersehnt und gefürchtet. Sie löst Vertrautes auf, eröffnet Neues und zwingt dazu, sich zu fragen, was bewahrt und was überwunden werden sollte. Deshalb gehört dieses Thema zu den bewegendsten Erfahrungen menschlichen Daseins.

Ihre eigentliche Kraft entfaltet sich dort, wo Wandel nicht bloß geschieht, sondern bewusst gestaltet wird. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen, wie eng Entwicklung und Verlust, Mut und Unsicherheit miteinander verbunden sind und warum jeder Neubeginn auch den Abschied von etwas Altem verlangt.

  1. Soviel sich auch um und in mir ändere, dieselbe Sonne, die mich als Kind bestrahlte, sieht mich unverändert jetzt an.

    Jean Paul

  2. Das Gefühl des Menschen ist zerreissbar wie Seidenpapier. Die Welt gleicht einem Schachspiel, das sich mit jedem Zug ändert.

  3. Was immer du tun kannst oder erträumst zu können, beginne es. Kühnheit besitzt Genie, Macht und magische Kraft. Beginne es jetzt.

    Johann Wolfgang von Goethe

  4. Leute, die darauf stolz sind, dass sie hart arbeiten, mag ich nicht. Wenn ihre Arbeit sie so hart ankommt, sollten sie sich eine andere suchen. Die Freude an unserer Arbeit ist das Zeichen, da …

    André Gide

  5. Wenn man jedes Jahr eine bösartige Gewohnheit ausreißt, wird mit der Zeit der schlimmste Mensch gut

    Benjamin Franklin

  6. Essen ist besser als Trinken für jemand unter vierzig; danach gilt die umgekehrte Regel.

  7. Man darf niemals "zu spät" sagen. Auch in der Politik ist es nie zu spät. Es ist immer Zeit für einen neuen Anfang

    Konrad Adenauer

  8. Der Ruhm eines Hochmütigen wird schnell zur Schande.

    Publius Syrus

  9. Aus Kindern werden Leute, aus Jungfern werden Bräute.

  10. Kinder und Bienenstöcke nehmen bald ab, bald zu.

  11. Die Welt lohnt wie der Bock, wenn er Hörner kriegt.

  12. Der Bock lässt wohl von Bart, aber nicht von Art.

  13. Ein Esel bleibt ein Esel - käm er auch nach Rom.

  14. Die Welt hat sich umgekehrt, drum habe ich arme Esel pfeifen gelehrt.

  15. Er kommt vom Pferd auf den Esel.

  16. Die Eule gewinnt Adlersfedern.

  17. Ferkel sind Ferkel, und zieht man ihm eine Chorkapp an, legt es sich doch in den Dreck.

  18. Von kleinen Fischen werden die Hechte groß.

  19. Je fetter der Floh, je magerer der Hund.

  20. Setz einen Frosch auf goldnen Stuhl, er hüpft doch wieder in den Pfuhl.