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Sprüche über Veränderung

512 Sprüche — Seite 6

Nichts Lebendiges bleibt auf Dauer unverändert, und doch wird Veränderung oft zugleich ersehnt und gefürchtet. Sie löst Vertrautes auf, eröffnet Neues und zwingt dazu, sich zu fragen, was bewahrt und was überwunden werden sollte. Deshalb gehört dieses Thema zu den bewegendsten Erfahrungen menschlichen Daseins.

Ihre eigentliche Kraft entfaltet sich dort, wo Wandel nicht bloß geschieht, sondern bewusst gestaltet wird. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen, wie eng Entwicklung und Verlust, Mut und Unsicherheit miteinander verbunden sind und warum jeder Neubeginn auch den Abschied von etwas Altem verlangt.

  1. Sieh auf die Natur: Sie ist beständig in Aktion, steht nie still, und doch schweigt sie.

    — Mahatma Gandhi

  2. Kinder sind Engel, deren Flügel schwinden, während ihre Füße wachsen

  3. Glaube nicht, es muss so sein, weil es so ist und immer so war. Unmöglichkeiten sind Ausflüchte steriler Gehirne. Schaffe Möglichkeiten.

    — Hedwig Dohm

  4. Man sollte beständig die Wirkung der Zeit und die Wandelbarkeit der Dinge vor Augen haben und daher bei allem, was jetzt stattfindet, sofort das Gegenteil imaginieren.

    — Arthur Schopenhauer

  5. Eine wirkliche und wahrhafte Zauberin ist die Liebe: sie verwandelt Menschen, und sie erschafft Dinge, die es zuvor nicht gab - und wiederum nicht mehr gibt, wenn sie verschwunden ist.

    — Diotima

  6. So viele Jahre auch vergehen mögen, die Natur des Menschen ändert sich nicht.

    — Thukydides

  7. Das Leben beseitigt manchen Fehler der Erziehung und manchen Vorzug der Erziehung.

    — Otto Weiss

  8. Wir bringen es zwar nicht fertig, die Welt nach unseren Wünschen zu ändern, doch mit der Zeit ändern sich unsere Wünsche.

    — Marcel Proust

  9. In dieser Welt hat nur die Unbeständigkeit Bestand.

    — Jonathan Swift

  10. Leben ist Wandlung: man ist in jedem neuen Augenblicke etwas anderes, als man es bis jetzt war, ist also niemals endgültig man selbst.

    — José Ortega y Gasset

  11. Wer nichts tut, kann nichts verändern.

    — Wilhelm Hasenclever

  12. Des Menschen Herz ist wie Quecksilber, jetzt da, bald anderswo, heute so, morgen anders gesinnt.

    — Martin Luther

  13. Alle Revolutionen haben bisher nur eines bewiesen, nämlich, daß sich vieles ändern läßt, bloß nicht die Menschen

    — Karl Marx

  14. Das Merkwürdige an der Zukunft ist wohl die Vorstellung, dssß man unsere Zeit einmal die gute alte Zeit nennen wird

    — Ernest Miller Hemingway

  15. Nichts kann unverwandelt gerettet werden, nichts, das nicht das Tor seines Todes durchschritten hätte.

    — Theodor W. Adorno

  16. Es gibt keine noch so schöne Rose, die nicht zur Hagebutte wird.

  17. Je tiefer wir das Leiden durchschauen, umso näher kommen wir dem Ziel der Befreiung vom Leiden.

    — Dalai Lama

  18. Der Krieg ist nichts anderes als die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln

    — Carl Philipp Gottfried von Clausewitz

  19. Länder und Geschlechter verjüngen sich – aber der Frühling des menschlichen Glückes blüht nur einmal. Der Rest ist Asche!

    — Ernst Friedr. Ludwig Adolf Eckstein

  20. Jede Gewöhnung, sogar die Verstellung, wird Eigenschaft schließlich; Schwermut, stelle dich leicht, bis du zum Gleichmut gedeihst!

    — Richard Fedor Leopold Dehmel