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Sprüche über Veränderung

512 Sprüche — Seite 4

Nichts Lebendiges bleibt auf Dauer unverändert, und doch wird Veränderung oft zugleich ersehnt und gefürchtet. Sie löst Vertrautes auf, eröffnet Neues und zwingt dazu, sich zu fragen, was bewahrt und was überwunden werden sollte. Deshalb gehört dieses Thema zu den bewegendsten Erfahrungen menschlichen Daseins.

Ihre eigentliche Kraft entfaltet sich dort, wo Wandel nicht bloß geschieht, sondern bewusst gestaltet wird. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen, wie eng Entwicklung und Verlust, Mut und Unsicherheit miteinander verbunden sind und warum jeder Neubeginn auch den Abschied von etwas Altem verlangt.

  1. Alles ist eine Modesache: Gottesfurcht ist eine Modesache und die Liebe und die Krinoline und ein Ring in der Nase

    — Sören Kierkegaard

  2. Es ist nie zu spät, das zu werden, was man hätte sein können.

    — George Eliot

  3. Wenn uns Gewohntes hold und lieb geworden, so ängstigt uns, so schmerzt uns fast das Neue.

    — Rupert Johann Hammerling

  4. Ich glaube nicht, dass zwei zusammenkommen in der Welt, die sich nicht mehr oder minder ändern müssen, wenn sie glücklich bleiben wollen

    — Jeremias Gotthelf

  5. Fürwahr, wer überhaupt fähig ist, zu lernen, der sollte aus der Geschichte der religiösen Verfolgungen lernen, dass es ein Wahnsinn ist, das Rad des menschlichen Fortschritts zurückdrehen zu wollen.

    — Wilhelm Liebknecht

  6. Nichts ist "ewig", weder in der Natur noch im Menschenleben, ewig ist nur der Wechsel, die Veränderung.

    — August Bebel

  7. Der Mensch ist nicht das Produkt seiner Umgebung. Vielmehr ist seine Umgebung ein Produkt des Menschen.

    — Benjamin Disraeli

  8. Leicht ist die Liebe am Anfang, es folgen aber die Schwierigkeiten.

    — Hafis

  9. Die Geschichte braucht mehr Menschen, die etwas tun, als Leute, die vorschlagen, was getan werden könnte.

    — Karel Capek

  10. Was man am wenigsten gerne wechselt, sind, neben der Behausung, die Gedanken.

    — André Gide

  11. Wollen dich die Pechsträhnen nicht verlassen, dann dreh den Spieß um und verlass selbst die Pechsträhnen.

    — Christa Schyboll

  12. Male mich wie ich bin. Wenn du die Narben und Falten fortlässt, zahle ich dir keinen Schilling.

    — Oliver Cromwell

  13. Jede Hoffnung kann der Frühling eines Anfangs sein.

    — Else Pannek

  14. Die Freundschaft der meisten Menschen ist nur eine Vorbereitung auf die Feindschaft.

    — Christian Friedrich Hebbel

  15. Die Blumen, die auf den Gipfeln der Berge blühen, würden ihren Platz niemals mit der Gartenrose tauschen

  16. Wenn Du merkst, dass Du einen Fehler gemacht hast, unternimm unverzüglich etwas, um ihn zu korrigieren.

    — Dalai Lama

  17. Manche Laster lassen im Alter nach, andere werden ärger.

    — Erasmus von Rotterdam

  18. Es gibt weder eine gute noch eine schlechte Zeit, die hundert Jahre dauert.

  19. Bei einem Freund trank ich Wasser, es schmeckte wie Wein

  20. Glücklich sein ist bei weitem nicht dasselbe als aufhören, unglücklich zu sein.

    — Johann Nepomuk Nestroy