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Sprüche über Weisheit

1395 Sprüche — Seite 9

Mehr als Wissen, Lebenserfahrung oder geistige Brillanz ist Weisheit die Fähigkeit, das Wesentliche im rechten Zusammenhang zu sehen. Sie verbindet Urteil mit Milde, Klarheit mit Menschlichkeit und behält auch im Widersprüchlichen einen weiten Blick. Darum zählt dieses Thema zu den höchsten Formen innerer Reife.

Ihre Würde liegt darin, dass sie nicht nur erkennt, sondern das Erkannte auch lebensdienlich einzuordnen weiß. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen Weisheit als eine Haltung, in der Tiefe und Güte, Ernst und heitere Einsicht einander nicht ausschließen.

  1. Es gibt immer eine gute und eine schlechte Seite. Manchmal lehrt mich die schlechte Seite des Lebens mehr Weisheit als die gute.

  2. Dem Blick des Herzens ist das Ferne weithin sichtbar.

  3. Wer ins kalte Wasser springt, taucht ins Meer der Möglichkeiten

  4. Wirf deinen Lendenschurz nicht weg, wenn du ein neues Kleid bekommen hast.

  5. Um Erfahrungen zu machen, bedarf es der Weisheit.

    — Jeremias Gotthelf

  6. Schönes wächst inmitten von Dornen.

  7. Der Weise legt sich keinen Schatz zurück. Je mehr er gibt, desto mehr hat er.

  8. Der Wissende ist noch nicht so weit wie der Forschende; der Forschende ist noch nicht so weit wie der teilnahmslos Erkennende.

    — Konfuzius

  9. Der Betrunkene sagt, was der Nüchterne denkt

  10. Der Fremde sieht nur, was er bereits kennt.

  11. Wenn der Hund wacht, kann der Herr schlafen.

  12. Auch nachts ist die Milch weiß.

  13. Mit wem du gelacht hast, kannst du vielleicht vergessen, mit wem du geweint hast - nie.

  14. Es regnet viele Tropfen, ehe man Einsicht gewinnt, und Jahre vergehen, ehe man weise wird.

    — Adalbert Stifter

  15. Jeder Dummkopf mag zu Geld kommen, aber um es zu behalten, braucht es einen klugen Mann

  16. Gott gibt jedem Vogel seine Nahrung, wirft sie ihm aber nicht ins Nest.

  17. Wäre ich nie ein Narr gewesen, wo nähm ich jetzt die Weiheit her?

    — Rudolf Otto Hermann Presber

  18. Geistiges Leben läßt sich nicht mit körperlichem Maß messen.

    — Leo Tolstoi

  19. Lieber allein, als in schlechter Gesellschaft.

  20. Drei sind, die da herrschen auf Erden: die Weisheit, der Schein und die Gewalt.

    — Johann Wolfgang von Goethe