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Sprüche über Weisheit

1395 Sprüche — Seite 11

Mehr als Wissen, Lebenserfahrung oder geistige Brillanz ist Weisheit die Fähigkeit, das Wesentliche im rechten Zusammenhang zu sehen. Sie verbindet Urteil mit Milde, Klarheit mit Menschlichkeit und behält auch im Widersprüchlichen einen weiten Blick. Darum zählt dieses Thema zu den höchsten Formen innerer Reife.

Ihre Würde liegt darin, dass sie nicht nur erkennt, sondern das Erkannte auch lebensdienlich einzuordnen weiß. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen Weisheit als eine Haltung, in der Tiefe und Güte, Ernst und heitere Einsicht einander nicht ausschließen.

  1. Zweifel ist der Weisheit Anfang.

    — René Descartes

  2. Der Weise aber entscheidet sich bei der Wahl der Speisen nicht für die größere Masse, sondern für den Wohlgeschmack.

    — Epikur

  3. Wenn man sieht, was die heutige Medizin fertig bringt, fragt man sich unwillkürlich: Wie viele Etagen hat der Tod?

    — Jean-Paul Sartre

  4. Du kannst erst sagen, dass Du jemanden verstanden hast, wenn Du versucht hast, aus seinen Augen zu blicken

  5. Einmal zu heiraten ist Pflicht, zweimal ist Torheit, dreimal ist Wahnsinn.

  6. Die Menschen zählen nicht, was ihnen gegeben wird, sondern was ihnen vorenthalten wird.

  7. Nur der Unwissende wird böse. Der Weise versteht.

  8. Stiehl ein Kamel, und sie hängen dich. Stiehl eine Herde, und sie verhandeln mit dir.

  9. Gedenke der Quelle, wenn du trinkst.

  10. Auch wenn du gehst, erinnere dich, dass du gekrochen bist

  11. Der Weise trägt sein Glück bei sich.

  12. Nicht das Genie ist 100 Jahre seiner Zeit voraus, sondern der Durchschnittsmensch ist um 100 Jahre hinter ihr zurück.

    — Robert Musil

  13. Liebt ein Mensch den Frieden, wird er nicht zum Feigling.

  14. Die Gesetze sind um der Weisen Willen da, nicht damit sie kein Unrecht tun, sondern damit sie keines erleiden

    — Epikur

  15. Wenn die Maus die Katze auslacht, ist bestimmt ein Loch in der Nähe.

  16. Aus einem Haus, in dem viel gestritten wird, ziehen eines Tages selbst die Hühner aus

  17. Der Kluge bemüht sich alles richtig zu machen. Der Weise bemüht sich, so wenig wie möglich falsch zu machen.

  18. Der Überfluß pflegt auch den allerweisesten Verstand zu blenden

    — Friedrich der Große

  19. Tanze nicht, wenn du einen Korb mit Eiern trägst!

  20. Beim Ratgeben sind wir alle weise, aber blind bei eigenen Fehlern.

    — Euripides