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Sprüche über Weisheit

1395 Sprüche — Seite 31

Mehr als Wissen, Lebenserfahrung oder geistige Brillanz ist Weisheit die Fähigkeit, das Wesentliche im rechten Zusammenhang zu sehen. Sie verbindet Urteil mit Milde, Klarheit mit Menschlichkeit und behält auch im Widersprüchlichen einen weiten Blick. Darum zählt dieses Thema zu den höchsten Formen innerer Reife.

Ihre Würde liegt darin, dass sie nicht nur erkennt, sondern das Erkannte auch lebensdienlich einzuordnen weiß. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen Weisheit als eine Haltung, in der Tiefe und Güte, Ernst und heitere Einsicht einander nicht ausschließen.

  1. Das Glück mancher Ehe beruht auf einer alten Weisheit: Was man nur ahnt, das weiß man noch lange nicht.

    — Max Pallenberg

  2. Gott will uns nicht durch eigene, sondern durch fremde Gerechtigkeit und Weisheit selig machen, durch eine Gerechtigkeit, die nicht aus uns kommt und aus uns wächst, sondern von anderswoher zu uns …

    — Martin Luther

  3. Das Buschmesser kennt nicht seinen Besitzer, deshalb schneidet es jeden

  4. Aus einem Alten wird kein Experte.

  5. Der Junggeselle, ein Pfau, der Verlobte, ein Löwe, der Verheiratete, ein Esel.

  6. Der Tor braucht einen Keulenschlag, wo dem Weisen ein Wink genügen mag.

  7. Ein hungriger Mann sieht weit.

  8. Ausbildung verhindert Einbildung.

  9. Der Geizhals und das Schwein sind zu nichts nütze ehe sie tot sind.

  10. Die meisten Menschen möchten lange leben, aber sie möchten nicht, dass man es ihnen ansehen kann, dass ihr Wunsch in Erfüllung gegangen ist.

  11. Heiße Tränen trocknen schnell

  12. Das Haus stirbt nicht, das einen Gast willkommen heißt.

  13. Wenn die Frau ohnmächtig wird, ist sie am stärksten

  14. Die Betrachtung des menschlichen Elends aber macht den Weisen stets maßvoll.

    — Jean-Jacques Rousseau

  15. Wissenschaft: Es ist nicht ihr Ziel, der unendlichen Weisheit eine Tür zu öffnen, sondern eine Grenze zu setzen dem unendlichen Irrtum.

    — Bertolt Brecht

  16. Der Narr tut, was er nicht lassen kann, der Weise lässt, was er nicht tun kann.

  17. Männer sind das beste andere Geschlecht, das es gibt.

  18. Der Mensch, der krank im Bette liegt, kommt mitunter dahinter, dass er für gewöhnlich an seinem Amte, Geschäfte oder an der Gesellschaft krank geworden ist, und durch sie jede Besonnenheit verloren ha …

    — Friedrich Nietzsche

  19. So wie die großen Sphinxen, in nobler Haltung durch die Ewigkeit durch lauernd auf dem heißen Wüstensand, so starren Katzen sorglos ins Nichts, ruhig und weise.

    — Charles Baudelaire

  20. Der Bauch ist keine Schande; denn es muss sich keiner schämen, wenn ihm etwas schmeckt