388 Sprüche — Seite 31
Mehr als Wissen, Lebenserfahrung oder geistige Brillanz ist Weisheit die Fähigkeit, das Wesentliche im rechten Zusammenhang zu sehen. Sie verbindet Urteil mit Milde, Klarheit mit Menschlichkeit und behält auch im Widersprüchlichen einen weiten Blick. Darum zählt dieses Thema zu den höchsten Formen innerer Reife.
Ihre Würde liegt darin, dass sie nicht nur erkennt, sondern das Erkannte auch lebensdienlich einzuordnen weiß. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen Weisheit als eine Haltung, in der Tiefe und Güte, Ernst und heitere Einsicht einander nicht ausschließen.
Das Wort, das Dir hilft, kannst Du Dir nicht selber sagen.
Zum Palaver bringt man kein Messer mit.
Gott hat den Weisen Sorgen gegeben, dafür den Narren ein sanftes Wesen
Ehrlichkeit ist das erste Kapitel im Buch der Weisheit.
— Thomas Jefferson
Einsamkeit lässt Dichter und Philosophen entstehen.
Es ist kein Verdienst, Verstand zu haben, sondern ein Glück; aber Verdienst ist es, ihn zur Erkennung seiner selbst anzuwenden.
— Johann Kaspar Lavater
Geld schwor einen Eid, dass niemand es haben sollte, der es nicht liebte.
Wenn du weise bist, lebe wie du kannst, wenn du nicht so leben kannst, wie du willst.
— Baltasar Gracián y Morales
Durch Bewegung überwindet man Kälte. Durch Stillhalten überwindet man Hitze. Der Weise vermag es, durch seine Reinheit und Ruhe alle Dinge der Welt ins Gleichmaß zu bringen.
— Laotse
Es gibt nur ein Zeichen für Weisheit: gute Laune, die anhält
— Michel de Montaigne
Es gibt zwei Dinge, die ein Highlander nackt mag, und eine davon ist Malt Whisky
Die zuletzt tanzen, bekommen den meisten Beifall.
Mit der Dummheit allein kommt man nicht durch; man braucht auch noch ein bißchen Frechheit dazu.
Unter Pflicht verstehen wir meistens das, was andere tun sollen.
Es kommt selten etwas Besseres nach.
Der Mann kommt nicht mit einem Schnurrbart auf die Welt.
Die Dummen werden nicht alle
Ein Fehler, den man erkennt, ist schon halb gebessert.
Nichts fürchtet ein dummer Mann mehr als eine gescheite Frau.
— Christian Johann Heinrich Heine
Großer Geist, hilf mir, dass ich niemand richte, ehe ich einen halben Mond lang in seinen Mokassins gegangen bin!